DAILY DEADLINE

NEWS UND AKTUELLES

23/08/2019

Trailer zu NEVER GROW OLD mit Emile Hirsch und John Cusack

test

Frisch fürs Heimkino erschienen ist der düstere Western NEVER GROW OLD mit Emile Hirsch und John Cusack. Es ist kein vergnüglicher Western, in dem tödliche Duelle unterhalten und die Opfer lediglich Schießbudenfiguren darstellen. Eine Rolle wie die des Leichenbestatters ist hier kein humoristisches Klischee, wie wir es aus vielen klassischen Filmen kennen. Die Charaktere gehen in die Tiefe, sind Teil einer Realität, die näher an der Wirklichkeit ist als jeder schlagkräftige Western mit John Wayne oder Audie Murphy.

 

Totengräbers Patrick Tate (Emile Hirsch) lebt in einem Kaff, das unter der Herrschaft des strengen und gottesfürchtigen Priesters Pike (Danny Webb) steht. Jede Verfehlung wird unerbittlich bestraft. Zu wenig Leichen, zu wenig Geld, das Patrick seiner hübschen Frau Audrey (Déborah François) und ihren gemeinsamen Kindern bieten kann. Doch die junge Französin ist glücklich, solange sie die Zeit mit ihrem Mann auf dem gemeinsamen Grundstück oder in der Kirche verbringen kann. Als eines Nachts der Furcht einflößende Kopfgeldjäger Dutch Albert (John Cusack) bei Patrick anklopft, um mit seiner Hilfe einen Verbrecher zu fassen, endet jedoch ihr friedvolles und beschauliches Leben. Dutch findet Gefallen an dem zurückhaltenden Bestatter und der von allen Sünden befreiten Stadt. Er kauft dem Saloonbesitzer sein geschlossenes Lokal ab und bringt Glücksspiel, Prostitution und Alkohol zurück. Die Kirche wird von Tag zu Tag leerer, und auch die ersten Leichen lassen nicht lange auf sich warten. Dutchs nimmt die gestiegenen Einnahmen mit Freude zur Kenntnis. Doch als seine Frau durch Dutchs Männer in Gefahr gerät, muss er seinen ganzen Mut aufbringen und sich dem Kopfgeldjäger stellen.

NEVER GROW OLD erinnert mit seiner düsteren Inszenierung, der Religionskritik und der schonungslosen Darlegung menschlicher Gewaltfantasien an Martin Koolhovens BRIMSTONE – ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN. Regisseur und Autor Ivan Kavanagh verzichtet jedoch auf eine verschachtelte Erzählweise, gibt die moralisch hintergründige Geschichte ohne großes Brimborium wieder und bleibt ganz nah an den Hauptfiguren.
 

Never grow old