10/09/2017

SUMMER BREEZE Open Air 2017 Rückblick

Bereits seit zwanzig Jahren umspielt eine knackige SUMMER BREEZE die mal mehr oder weniger langhaarigen Häupter zahlreicher Metalheads. Das in Dinkelsbühl ansässige Open Air hat sich als Größe in der Szene etabliert und gilt manchem Fan schon lange als heimlicher Superstar unter Deutschlands Heavy Metal Festivals. Zu seinem Jubiläum lockte das SUMMER BREEZE Open Air mit einem abwechslungsreichen Line-up der verschiedensten Stile, in dem Newcomer aber auch zahlreiche Veteranen wie Dauergäste die Bühnen stürmten. Fast schon zu voll war das Programm, in dem jede Pause mit dem schmerzlichen Verpassen einer sehens- und sowieso hörenswerten Band gleichkam. Binge Watching ist definitiv auch auf Festivals möglich. Die DEADLINE war wie im Vorjahr als Medienpartner beim SUMMER BREEZE dabei.

 

Üblicherweise bekommt das Geburtstagskind Geschenke, das SUMMER BREEZE beglückte allerdings seine rund 40.000 friedlichen Besucher mit einer Überraschung. Nach dem Festivalauftakt am Mittwoch, der traditionell von der BLASMUSIK ILLENSCHWANG begleitet wurde, betraten im Vorfeld geheim gehaltene Künstler die zur Open Air Bühne ausgebaute T-Stage: die “T-Party” war eröffnet. Ihren Namen verdankt die Bühne dem ehemaligen, im Jahr 2013 verstorbenen Geschäftsführer Michael „T“ Trengert, der nicht nur das SUMMER BREEZE Open Air maßgeblich geprägt, sondern auch zahlreichen Bands zu einer Karriere verholfen hat. 

DIe ersten von vielen Thrash-Bands auf dem SUMMER BREEZE 2017: DESTRUCTION

Viele dieser Musiker standen an jenem Mittwoch auf der Bühne, darunter BORN FROM PAIN, VOMITORY, IN EXTREMO (mit einem Klassiker-Set ohne großen Schnickschnack), POWERWOLF (mit viel großem Schnickschnack), AMON AMARTH – die hier mit einem Oldschool-Set den ersten von zwei Auftritten absolvierten – und kurz nach Mitternacht die deutschen Thrash-Ikonen DESTRUCTION. Als Post-T-Stage-Betthupferl sorgte die finnische Country-Band STEVE ‚N‘ SEAGULLS mit Coversongs bekannter Metalhymnen für angenehme Unterhaltung.
 


Der
Donnerstag zeigte sich zum eigentlichen Festivalbeginn von der sonnigsten Sorte und ließ zahlreiche Besucher in den raren Schatten flüchten. Das SUMMER BREEZE hatte jedoch mitgedacht und zumindest diverse Sonnensegel aufgebaut. Unter der Hitze litten auch Bands wie die US-amerikanischen FIT FOR AN AUTOPSY, die ihren grimmigen Progressive Deathcore (?!) zur Mittagszeit in die recht überschaubare, sonnendurchflutete Pit der T-Stage bellen mussten. Womöglich hatte sich der Großteil der Besucher auch schon für WHILE SHE SLEEPS vor der Hauptbühne versammelt, für die das SUMMER BREEZE eine smarte Neuerung investiert hat: Während auf dem vorderen Teil der Drehkonstruktion gerockt wird, kann die Rückseite bereits für den nächsten Auftritt in Szene gesetzt werden. Während des Festivalablaufs klappte das hervorragend. Beim schweißtreibenden Auftritt der Engländer durfte die neue Bühne auf jeden Fall ihre Stabilität unter Beweis stellen. Denn WHILE SHE SLEEPS stellten ihren Status als heimlicher Headliner eindrucksvoll unter Beweis und ließen die Fans – viele davon auf Schultern sitzend – freudestrahlend zurück.
 

Gab alles: Lawrence Taylor von WHILE SHE SLEEPS

Gut aufgelegt waren auch MISS MAY I, und das obwohl den US-Amerikanern nach einer Show in Italien die komplette Ausrüstung gestohlen worden war. Mit geliehenen Instrumenten und Klamotten ließen es die Jungs dennoch ordentlich krachen; das aktuelle Album “Shadows Inside” macht live sehr viel Spaß.

 

Metalcoriges gab es danach auch auf der T-Stage mit WITHIN THE RUINS zu erleben, doch es waren vergleichbar ruhige Klänge, die an diesem Tag für den ersten Höhepunkt sorgten: die Briten TESSERACT spielten ihren virtuosen Progressive Metal auf den Punkt genau, Sänger Daniel Tompkins traf jeden Ton. Zum Niederknien. Und gerade bei solch einer Vorstellung muss man sich wieder einmal fragen, wieso manche Festivalbesucher offenbar zum lautstarken Erzählen in der Menge stehen. Ihr Penner!
 

Wie immer ein Genuss: TESSERACT

Freunde von wuchtigem Death Metal konnten sich am Donnerstag mit den Burschen von OBITUARY vergnügen, die mit neuem Album und sehr viel Groove für Stimmung sorgten.
 

Slowly we rot? OBITUARY sind noch immer sehr lebendig

Partystimmung war auch nebenan auf der Camel Stage angesagt, auf der die österreichische Spaßtruppe TURBOBIER – in Personalunion die Gründer der Bierpartei Österreich (BPÖ) – spätestens mit der Helene Fischer Parodie “Arbeitslos” (statt “Atemlos”) auch dem härtesten Metalhead ein debiles Grinsen ins Gesicht rockten.

 

“Arbeitslos durch den Tag”

Mit LIFE OF AGONY konnte der Stilwechsel gar nicht krasser sein. Leider sah sich die im Jahr 1989 gegründete Band mit einer Stimmungsflaute im recht überschaubaren Publikum konfrontiert. Dem durchaus präsenten harten Kern der Fans war das jedoch egal, und die Songauswahl gab trotz des aktuellen Albums der Band genug Anlass zum nostalgischen Schwärmen. Aus technischen Gründen (?) wurde der Auftritt jedoch 15 Minuten zu früh abgebrochen.  Damit zog sich die Wartezeit auf das DEVIN TOWNSEND PROJECT quälend in die Länge, was der Vorfreude entgegenkam. Die Band um den kanadischen Ausnahmekünstler beschwörte ein wie immer faszinierendes Progressive Metal Geflecht, das direkt vor der Bühne allerdings ein wenig zu basslastig daherkam. Die spielerische Raffinesse beeinträchtigte das aber so wenig wie den wie üblich mit Gesten und Grimassen agierenden Devin. Mit dabei war auch wieder Gastsängerin Anneke van Giersbergen.
 

Headliner der Herzen: DEVIN TOWNSEND PROJECT

Ein Viertel Big Four stürmte am Abend auf die Bühne und bei alle Diskussionen um die aktuelle Live-Qualität von MEGADEATH: Dave Mustaine und seine Kumpanen begeisterten mit einem Klassiker-Set, geiler auf die Fresse gab es aber trotzdem auf der T-Stage mit NILE. Und was konnte zur hereinschleichenden Dunkelheit besser passen als MOONSPELL, die am gleichen Tag bereits mit einer Ambient Acoustic Show Eindruck hinterlassen hatten. Zur Abendstunde gaben die Portugiesen, die in diesem Jahr ebenfalls den 25. Geburtstag feiern, vor allem Stücke aus ihrem Album “Irreligious” (1996) zum Besten.
 

Raise your horns!

Einen zweiten Auftritt zelebrierten auch AMON AMARTH. Die Schweden, die im Vorfeld die mit Abstand meistgenannte Festival-Wunschband waren und gefühlt die Hälfte der Besucher mit Merch eingekleidet hatten, sind Stammgäste auf dem SUMMER BREEZE und konnten sozusagen ein Heimspiel absolvieren. Entsprechend riesig war das Publikum vor der Bühne und weit darüber hinaus, es wurde gesungen, gegröhlt, gemosht und fleißig getrunken. Neben einer an Hits reichen Setlist lieferten AMON AMARTH eine mit Pyroeffekten, Backdrop-Wechseln und Schaukämpfen gespickte Vorstellung inklusive Gastauftritt von DORO ab. So geht Headliner. Wer danach immer noch nicht genug Wikingerblut geleckt hatte, konnte mit der hölzernen Nachbildung der Schweden heldenhaft in See stechen.

 

 

Die ARCHITECTS werden langsam aber sicher zu Superstars und zeigten bei ihrem SUMMER BREEZE Auftritt warum. Spielfreude, Energie, Sympathie und Herz, als Sänger Sam Carter dem im letzten Jahr verstorbenen Gitarristen und Kopf der Band, Tom Searle, gedachte.

Mit guter Festivalsaison am Start: ARCHITECTS

Ein weiteres Mal zum Zweiten tönte mit dem Headliner-Set von IN EXTREMO in die Menge, nun auch mit allerlei Pyro-Effekten und Duett mit KREATOR-Frontmann Mille Petrozza. Auch hier ein Jubiläum: Die Mittelalter-Rocker feierten ihren tausendsten Auftritt. Richtig heftig wurde es nochmals mit den kanadischen Death Metallern von CRYPTOPSY, die das Sandmännchen in die Nachtruhe prügelten.
 


Der
Freitag verwöhnte oder quälte – je nach körperlichem Befinden – erneut mit strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen, für den Nachmittag hatte der Wetterdienst jedoch ein heftiges Unwetter angekündigt. Noch zum Mittag regierte dennoch die Hitze zum Leidwesen von FALLUJAH, die ihren aggressiven Deathcore in ein recht müdes Publikum donnern mussten, abgesehen von einer technischen Panne zu Beginn aber ein gelungenes Set absolvierten. Tipp! Der Großteil der Besucher schwofte zur gleichen Zeit vor der Hauptbühne bei den Finnen von BATTLE BEAST, die ihren so pathetischen wie beliebten Power Metal vermutlich das nächste Mal in einem deutlich späteren Slot spielen werden.

Die auffällige Sängerin Elena Cataraga von der moldawischen Nu Metal Band INFECTED RAIN gab es nicht nur auf der Camel Stage, sondern auch oft als Zuschauer im Publikum zu sehen.

Progressive Death Metal. Wer sich fragt, ob es diese Genrebezeichnung überhaupt gibt, hat GORGUTS noch nicht erlebt. Krasses Zeug von den Herren aus Kanada. Wer weniger den Nacken schütteln als ausgelassen schunkeln wollte, war bei BETONTOD gut aufgehoben. Die Punkrocker aus dem Ruhrgebut sind mittlerweile die besseren Hosen und versetzten das SUMMER BREEZE in Partystimmung. Insbesondere bei “Glück auf” wurde getanzt, geknutscht und “Wir müssen aufhören weniger zu trinken” gegröhlt.

 

Zeit für den Exoten-Headliner HUMILIATION aus Malaysia, der viele neugierige Besucher anlockte. Deren oldschooliger Death Metal gefiel dem stetig wachsenden Publikum vor der Camel Stage.

“Behold Malaysian Old Skool Death Metal Insanity”: Eigenbeschreibung auf der Facebook-Seite von HUMILIATION

Mit “I am the Storm” eröffneten CROWBAR ihr Set und der Himmel reagierte mit dem angekündigten Unwetter, das sich glücklicherweise nur in heftigem Regen äußerte und nicht wie befürchtet mit Windstärke 10. Vielleicht hatten CROWBAR die Gewitterfront aber auch schlicht mit ihrem Sludge Metal an den Horizont gepustet, wo parallel zur Action auf der Bühne ein dunkles Wolkenspektakel aufzog.




WEITER

Yeah Baby! Kirk Windstein von CROWBAR

HATEBREED gehören ebenfalls zu alten Bekannten des SUMMER BREEZEs. Zum Jubiläum des Festivals feierten auch die Jungs um Shouter Jamey Jasta Geburtstag, nämlich 20 Jahre “Satisfaction Is The Death Of Desire”. Insofern folgten auch die US-Amerikaner dem Trend und spielten das (Debut-) Album am Stück, ohne aber die großen späteren Hits wie “I Will Be Heard” zu vergessen. Im Publikum wurden die Fäuste gereckt und mitgeschrien, in der Moshpit kam es zu spontanen Verbrüderungen.

HATEBREED widmeten ihren Hit “Last Breath” Chris Cornell und Chester Bennington

Die Wetterlage führte kurzzeitig zu einer Regenpause auf und vor der Hauptbühne, sodass die finnischem CHILDREN OF BODOM mit Verspätung rockten. Im noch immer strömenden Regen servierten die Festivallieblinge ein krachendes, wenn auch kürzeres Gute-Laune-Set, das von der Crowd gefeiert wurde.

Konzert als Regentanz: CHILDREN OF BODOM

Direkt im Anschluss schalteten KREATOR noch einen Gang höher und explodierten in einem Effektfeuerwerk zum atmosphärischen Bühnensetting einer gruseligen Kirche. Satan is real? Die Party war es auf jeden Fall.

Wenn das mal keine Headliner-Show ist: KREATOR

Auf die “Special Best Of Show” von AMORPHIS mussten Fans wetterbedingt zwar knapp eine halbe Stunde zu lang warten, aber spätestens bei der Entschuldigung von Sänger Tomi Joutsen war das vergessen. Trotzdem mussten die im Schlamm tanzenden AMORPHIS-Fans an diesem Abend stark sein. Die von den Hits der Finnen entfesselte Stimmung im Publikum bekam durch ein deutlich kürzeres Set einen bitteren Nachgeschmack.

 

Schwarzer Death Metal oder Black Metal des Todes? “Alter, sind die böse. Alter, sind die böse!”, jubelt eine junge Frau den Österreichern BELPHEGOR entgegen, die nach Mitternacht das SUMMER BREEZE in eine schwarze Messe verwandeln und eine ebenso laute wie atmosphärisch dichten Performance abliefern. Satan ist dann also tatsächlich real.

“Alter, sind die böse”: BELPHEGOR

Während am Samstag Headliner HEAVEN SHALL BURN am Artist Check-In wartet, schiebt sich eine Gruppe aus Anwohnern von Dinkelsbühl und anliegender Gemeinden zu einer Backstage-Führung, die Mitorganisator Ralf Nüsser gekonnt kurzweilig moderiert. Derweil rockten bereits DELAIN das vom nächtlichen Regen schlammige Infield, und die Camel Stage machte sich für Thrash der spanischen Art bereit. Das schaut ihr euch am besten einfach mal an.
 

 

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Danach waren wieder einmal Schweden an der Reihe. IMMINENCE lassen sich angesichts des Erfolgs im Heimatland nicht mehr wirklich als Newcomer bezeichnen, aber die vom Metalcore und Post-Harcore kommenden Jungs wollen mit ihrem aktuellen Album “This Is Goodbye” den Rest der Welt erobern. Dafür sind sie deutlich poppiger geworden, was ihnen den Vorwurf einer BRING ME THE HORIZON-Kopie eingebracht hat. Bei ihrem recht kurzen Auftritt konnten sie aber nicht nur Eigenständigkeit beweisen, sondern vielleicht gerade wegen des melodiösen Ansatzes die Menge mitreißen. Dass der Sound nur mittelprächtig war, störte niemanden in der Mosh Pit.

Auf Expansionskurs: IMMINENCE

Durch gewaltige Spielfreude zeichneten sich auch die EMIL BULLS auf der Hauptbühne aus, die sofort auf das Publikum überging. Ein Konzert der Münchner, die nun auch schon über 20 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel haben, bringt immer Spaß und das auch beim SUMMER BREEZE.

Die EMIL BULLS sorgten mit ihrem leidenschaftlichen Auftritt für die höchste Crowdsurfer-Dichte

Kommen wir zum Spaß-Headliner, der natürlich niemand anderes als KNORKATOR sein kann. Das Infield vor der Bühne war zum Platzen voll, sodass Zuspätkommen mit Schlangestehen bestraft wurde. Sänger Stumpen kam im Ghillie-Anzug auf die Bühne, aber es dauerte nicht lange, bis er nur noch im pinken Höschen über die Bühne wirbelte. Als Überraschung hatte die Band eine Damenkapelle mitgebracht, um einigen Songs ein neues Gewand zu geben. Das hätte es nicht wirklich gebraucht, denn nach dem Opener “Alter Mann” war die Stimmung ohnehin bereits auf dem Zenit.

 

Sicher auch für die Festivalmacher ein tolles Geburtstagsgeschenk: OVERKILL schauten erstmals in Dinkelsbühl vorbei.

“Fickt euch, ihr Luschen!” Wenn das jemand mit einem diebischen Grinsen ins Publikum schreien darf, dann Bobby “Blitz” Elsworth von OVERKILL. Die Thrash Metal-Pioniere prügelten sich bei ihrem unglaublicherweise ersten SUMMER BREEZE-Auftritt in die Herzen der Fans und animierten am frühen Nachmittag zum kollektiven Nackensport. Dass OVERKILL nicht mit dem Titel “Sympathie-Headliner” nach Hause fuhren, lag an den melodischen Death Metallern DARK TRANQUILITY. Meine Fresse, die Schweden hatten Bock! Sänger Mikael Stanne suchte die maximale Fannähe und lobte das SUMMER BREEZE unentwegt, musikalisch haute die Band einen Kracher nach dem anderen raus und beeindruckte mit einem digitalen Backdrop, das u. a. animierte Cover Artworks zeigte.
 

DARK TRANQUILITY waren so gut, dass der Wechsel zu den parallel spielenenden TERROR schwer fiel. Aber wer die Hardcore Truppe aus Los Angeles schon einmal live gesehen hat, weiß, dass es hier selten eine Enttäuschung zu erleben gibt. Das war auch beim diesjährigen SUMMER BREEZE nicht anders. Garant für energiegeladene Konzerte sind auch HEAVEN SHALL BURN, die bei unglaublich vielen Festivalgängern Jahr für Jahr ganz weit oben auf der Wunschliste stehen. Unterstützt von gewaltigen Flammenlohen präsentierten die Jungs Tracks vom aktuellen Album “Wanderer”, aber natürlich auch Fan Favourites wie “Voice of the Voiceless” und die Wall of Death-Hymne “Endzeit”. Ein Geburtstagsgeschenk durfte nicht fehlen: Zum EDGE OF SANITY-Cover kam es zum Duett mit Dan Swanö.
 

Einfach immer gut: HEAVEN SHALL BURN

“KORN? Die habe ich in meiner Jugend gehört.” Einen solchen Satz sagen 37-Jährige und 22-Jährige gleichermaßen und es ist verblüffend, dass es die Mitbegründer des Nu Metals tatsächlich schon so lange gibt. Die Band hat sehr viele Höhen und einige Tiefen mitgemacht, wird verehrt, musste Hohn und Spott ertragen. Beim SUMMER BREEZE wummerte sie ein tieftönendes Set aus der gesamten Diskographie ins hüpfende Publikum, die Überraschungen blieben jedoch aus und Frontmann Jonathan Davies fand sich mal wieder ein bisschen zu geil. Beim Anblick eines crowdsurfenden Rollstuhlfahrers erwachten die Jungs jedoch sichtlich aus ihrer einstudierten Perfektion und freuten sich. Tolle Show!

Ein (fast zu) perfekter Auftritt: KORN

Langsam aber sicher näherte sich das SUMMER BREEZE dem Ende zu, auf das man sich passenderweie mit den Mannheimer Industrial Metallern CYPECORE einstimmen konnte, die in ihren Texten die Apokalypse des 22. Jahrhunderts heraufbeschwören.

Musik für Terminator: CYPECORE

Absolutes Kontrastprogramm dazu konnte bei HAGGARD bestaunt werden, die mit Orchester und Chor zum SUMMER BREEZE gekommen waren, um wieder einmal ein Jubiläum zu feiern. Das Debüt der Band, ” And Thou Shalt Trust… the Seer”, erschien im Jahr 1997. Der Aufbau zog sich ein wenig in die Länge, doch wer hier im Publikum stand, wartete gerne und ließ sich von der Band und den bedachten Ansagen von Bandkopf Asis Nasseri in andere Sphären tragen. (Christian Daumann)
 

Vielen Dank an Ralf Nüsser und das gesamte Festivalteam. Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Auf www.sbtix.de könnt ihr euch bereits Tickets für das SUMMER BREEZE 2018 sichern. Noch bis zum 11. Januar 2018 ist das Festivalticket zum Frühbucherpreis vom 111,- € (inkl. Camping und Vorverkaufsgebühr) erhältlich. Ab dem 12.01.2018 kostet das Festivalticket dann regulär 129,- € (inkl. Camping und Vorverkaufsgebühr).


 

Weil man leider nie alles Bands sehen kann: Das war das Line-Up vom SUMMER BREEZE Open Air 2017

Bandfotos: (c) SUMMER BREEZE