03/07/2017

OLIVER KALKOFE UND PETER RÜTTEN IM INTERVIEW!

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DIE SCHLECHTESTEN FILME ALLER ZEITEN – besser bekannt in der Kurzform SchleFaZ – war bisher vor allem ein TV-Event für die heimelige Couch, bei dem Oliver Kalkofe und Peter Rütten munter das Geschehen kommentieren. Nun sind die beiden deutschlandweit auf Tour, um die Fans des Formats persönlich kennenzulernen und mit ihnen den Erfolg des Formats zu feiern. Dass sie dabei NICHT heimlich Wodka durch Wasser ersetzen, darauf beharren Rütten und Kalkofe im exklusiven Deadline-Interview. Auch erfahren wir, wie sie mehr oder weniger fit aus dem Bett steigen, wenn sie am Vorabend zu tief ins Glas geschaut haben. Doch neben Alkohol-Themen bespricht die Deadline mit dem Duo natürlich auch die wirklich ernsten Fragen des Lebens: Bei welchem Film haben sie vorzeitig das Kino verlassen? Was ist alles neu bei der am 30.06.2017 auf Tele5 startenden nächsten SchleFaZ-Staffel? Und vor allem: Wer kann länger wach bleiben heute: Oliver oder Peter? Kurz vor dem Münchner Auftritt der Clubtour trafen wir die beiden zu einer lockeren Plauderei.

 

 

DEADLINE: Was erwartet das Publikum an einem Abend auf der SchleFaZ-Tour – außer dem Film selbst?

 

Oliver Kalkofe: So einen Abend haben wir in Berlin ja schon ein paarmal gemacht. In erster Linie ist das eine Premierenfeier für die Fans, sodass man sie auch ein wenig kennenlernen und mit ihnen quatschen kann. Selfies werden auch einige geschossen und fleißig Autogramme geschrieben. Das Ganze ist ja nicht live, sondern wir zeigen den Film und erzählen vorher etwas. Beantworten Fragen, falls es irgendwelche gibt. Im Prinzip verläuft ein Abend auf der Tour wie bei einem zu Hause, nur mit uns dann als Party.

 

DEADLINE: Der Abend ist ja mit einem Zeitlimit von 2.00 Uhr nachts versehen.

 

Peter Rütten: Das werden wir zu verhindern wissen, dass es so lange dauert. (lacht) Denn die Leute werden durch uns schon vorher eine völlig neue Lebensperspektive bekommen und vielleicht viel früher aufbrechen wollen, weil sie so inspiriert sind. (lacht)

 

Kalkofe: Wir haben für uns vor allem deshalb die Deadline 2 Uhr gesetzt, weil wir am nächsten Morgen schon in die nächste Stadt weitermüssen. Wir haben gemerkt, dass wir zwischendurch kaum Zeit zum Ausruhen oder Schlafen haben, aber irgendwann muss es ja mal sein. Und wir wollen ja auch überall mit Spaß bei der Sache sein können. Hier im Substanz in München wird es heute schön heiß und eng werden, mal sehen, wie lange man da aushält. In Berlin sind die Abende immer im Kino International, und da war letztes Jahr eine riesige Party. Da habe ich irgendwann nach draußen geschaut, da war es taghell und 6 Uhr.

 

Rütten: Wir waren beide beim Autogrammegeben schon so stramm, dass wir unsere Namen beim Unterschreiben verwechselt haben.

 

DEADLINE: Trinkt ihr wirklich mit, oder gibt es anstatt Wodka lieber Wasser?

 

Kalkofe: Wir ziehen voll mit!

 

Rütten: Wenn es um ein Trinkspiel geht, dann sind wir voll dabei. Es gibt da auch keinen Rückzug für uns. Das wäre schließlich unlauter!

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DEADLINE: Kam die Idee für die SchleFaZ-Tour von euch oder den Fans?

 

Kalkofe: Uns kam die Idee, wir müssen auf diese Weise die Welt erobern.

 

Rütten: Rock ‘n’ Roll, haben wir gesagt. Die Clubtour muss es sein, in den kleinen, dreckigen Spielstätten, zusammen mit den reichlich vorhandenen SchleFaZ-Liebhabern. Die müssen auch mal direkt vor Ort besucht werden, weil es sich eben auch nicht jeder leisten kann, für einen SchleFaZ-Besuch nach Berlin zu kommen.  

 

Kalkofe: Schon im zweiten Jahr haben wir gemerkt, dass es echt Spaß macht, SchleFaZ zusammen mit anderen Leuten zu gucken. Nach einem erfolgreichen Test in Berlin wollten wir dies eigentlich auch schon gleich auf andere Städte ausweiten. Aber leider bekommt man nicht immer alles so hin, wie man es möchte. Es gab einfach zu wenig Zeit. Aber nun, zur fünften Staffel, hat es mit langem, langem Vorlauf endlich geklappt. Und Tele5 freut sich natürlich auch über die dadurch entstehende Promo. Die Fans schreiben auch immer, dass man in diese oder jene Stadt kommen soll, und sind dann manchmal enttäuscht, wenn man nicht in ihre Stadt kommt. Aber wir sind froh, dass zumindest 5 Städte geklappt haben.

 

DEADLINE: Was habt ihr auf der Tour bisher über eure SchleFaZ-Fans gelernt, was ihr bis dato noch nicht wusstet?

 

Rütten: Die direkte Reaktion und den schönen alten Brauch, empathische Schwingungen zu spüren, wo dann ein Gag in der Moderation belacht wird oder ein Kommentar zum Film. Das führt zu einem völlig anderen Gemeinschaftsgefühl, welches mir jetzt wirklich fehlen würde als Erfahrung, gerade auch beim Schreiben. Denn du schreibst anders, wenn du als Vermittler dieser ganzen Geschichte auch mit dabei bist.

 

Kalkofe: Wenn du schreibst, bist du meistens allein und hast nur dich selbst als Resonanz, ob etwas witzig ist oder nicht. Man bekommt nur über Twitter und Facebook ein wenig mit. Deshalb sind diese Abende jetzt für uns sehr viel wert.

 

Rütten: Es ist für einen Koch ja auch wunderschön, wenn er hört, dass es super geschmeckt hat. Und so ist es bei uns auch. Denn wir machen das ja nicht für uns, sondern für die Leute, und da freuen wir uns, wenn wir direkt eine Rückmeldung bekommen.

 

Kalkofe: Es ist toll zu sehen, wie das Ganze mittlerweile zu einem richtigen Event und Happening geworden ist. Das war am Anfang nun wirklich nicht abzusehen. Da hatten wir einfach nur gedacht, dass wir auf amüsierende Weise Filme kommentieren und fertig. Dass sich daraus nun eine eigene deutschlandweite Filmparty entwickelt, ist irre.

 

DEADLINE: Die Cocktails zu SchleFaZ kreiert ihr ja nicht selbst. Könnt ihr dennoch Cocktails mixen?

 

Kalkofe: Ich nicht.

 

Rütten: Nein. Ich kann nur Fantasiecocktails vorschreiben und komponieren, die dann zum Teil von manchen Ingredienzen her später vom echten Cocktailmaster aufgenommen werden. Das geschieht aber selten. Den reinen Cocktail plus Titel plus beschriebene Inhaltsstoffe wird man von uns selten finden, weil man sonst auch gleich Drinks mit LSD für die Zuschauer hätte mischen können.

 

Kalkofe: Wir geben eigentlich nur den Titel des Drinks vor und basteln dazu eine lustige Beschreibung. Dann ist es die Aufgabe des Mixmeisters, daraus etwas zu machen. Zu den Dreharbeiten selbst sind die Cocktails dann aber in der Regel noch nicht fertig, deshalb gibt es stets eine Ersatzflüssigkeit.

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DEADLINE: Trinkt ihr auch privat Cocktails oder seid ihr eher von der Bierfraktion?

 

Kalkofe: Wein, bitte.

 

Rütten: Ich trinke Bier und Wein, mit Schwerpunkt Bier. Allerdings bin ich von Olli jederzeit dazu verführbar, mich mit ihm zusammen durch südafrikanische Rotweine zu trinken, die einen betäuben, bis der Morgen graut. Ich habe durch Olli mittlerweile viele Weine kennengelernt und würde mich selbst schon als Kenner bezeichnen. Aber wenn der Tag besonders heiß ist, dann trotzdem auf jeden Fall bitte ein Bier.

 

DEADLINE: Ab wann ist man ein Weinkenner?

 

Kalkofe: Weinkenner heißt für mich, zu wissen, was gut schmeckt und worauf ich beim Kauf achten muss, um einen bezahlbaren, aber qualitativ hochwertigen Wein zu bekommen.

 

Rütten: Ich bin ein großer Freund der existierenden Geschmacksabstufungen und der einzelnen Aromenbeschreibungen. Ich habe letztens eine Dokumentation über kommende Sommeliers gesehen, und da gab es doch tatsächlich die Duftrichtung „Frisch aufgemachte Tennisballdose“! Es gilt Herzblut und künstlerische Entschlossenheit einzusetzen, um einen Wein in seinen Aromen zu entschlüsseln, zumal man sie in einer Prüfung dann auch benennen können muss. Deshalb bin ich jetzt nicht mehr so wie früher, dass ich anfange zu lachen, wenn jemand sagt: Oh, der ist aber samtig im Abgang.

 

DEADLINE: Wenn ihr trinkt, erkennt ihr dann schnell euer Limit?

 

Kalkofe: Ich merke schon, wenn es eigentlich an der Zeit wäre, aufzuhören. Das heißt dann aber nicht automatisch, dass ich das dann auch wirklich tue. (lacht) Denn es kann ja noch besser werden. (lacht)

 

Rütten: Wir haben uns schon wirklich viele Abende gegenseitig dazu erzogen, pünktlich Schluss zu machen, wenn wir unseren traditionellen Vorabend vor einem Dreh haben.

 

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Kalkofe: Wir drehen immer drei oder vier Tage für vier Folgen. Am Abend vorher kommt Peter schon an, und wir gehen zusammen in einem Lokal namens Baltasar essen. Bei einem unserer ersten Male sind wir da böse versackt. Das lag daran, dass es einfach so schön war, wir viel zu quatschen hatten und der Wein so lecker war. Da kam dann sogar noch der Chef und hat uns seinen Haselnussschnaps präsentiert.

 

Rütten: Da hatten wir alle unseren guten Vorsätze völlig über Bord geworfen, obwohl wir ja eigentlich am nächsten Tag drehen sollten.

 

Kalkofe: Wir hatten schon einige Drehtage, wo wir einen heftigen Kater hatten und im Grunde total im Arsch waren. Da mussten wir an die Grenzen unserer Kraft gehen, um den Tag zu überstehen. Trotzdem haben wir dann am Ende abgeliefert. Das ist Profisein. (lacht) Dafür haben wir uns dann aber auch professionell scheiße gefühlt. (lacht)

Rütten: Kennst du das nicht auch? Den Moment, wo man Vorsätze, die man geschworen hatte, beinhart einzuhalten, gnadenlos über Bord wirft und man dann hilflos der Situation ausgeliefert ist, dass der andere so etwas wie Entschlossenheit zeigt.

 

DEADLINE: Was ist eure Methode, trotz eines längeren Abends am nächsten Morgen ausreichend gut auf den Beinen zu sein?

 

Rütten: Onanieren vor dem Duschen. Nein, im Ernst: Matcha-Tee. Japanisches Koks in Teeform. Den fand ich wirklich überraschend. Der hat zum ersten Mal wie eine mehrfache Aspirinpackung gewirkt. Matcha-Tee ist also eine legale Droge.

 

Kalkofe: Ich habe Espresso und Doc Weingart. Meine Spezialdose.

 

Rütten: Die ist auch wirklich sehr gut, und du reagierst sehr zickig, wenn ich dir die mal wegtrinke.

 

DEADLINE: Inwieweit habt ihr über den SchleFaZ-Kontext hinaus auch privat Kontakt?

 

Rütten: Viel zu wenig im Verhältnis zu dem, wie wir es gerne hätten. Zumindest geht es mir so. Aber neben der Simulation von gegenseitiger Sympathie haben wir oft auch Dinge, die tatsächlich besprochen werden müssen im Kontext unserer gemeinsamen noch anstehenden Ziele. Das ist dann schon komisch, wie selten man da wirklich privat zusammenkommt.

 

Kalkofe: Es ist schon gut, dass wir in relativ regelmäßigen Abständen drehen. Es sind immer ungefähr 2, 3 Monate, und dadurch sehen wir uns relativ regelmäßig. Aber dazwischen ist wenig. Es ist leider nicht so einfach, dass ich mal eben nach Köln komme oder Peter nach Berlin.

 

DEADLINE: Zur neuen SchleFaZ-Staffel: Welche Veränderungen kommen auf den Zuschauer zu?

 

Kalkofe: Letztes Jahr war das Neue, dass wir viele deutsche Filme hatten. Dieses Mal haben wir viele Action-Sachen wie MACHO MAN oder DIE BRUT DES BÖSEN. Die haben alle großen Spaß gemacht. Ich hatte auch große Freude an STAR CRASH.

 

Rütten: Letztlich ist es aber wie bisher auch vor allem ein bunter Mix. Und es gibt mit MAX UND MORITZ RELOADED noch einen richtigen Ausreißer aus allen Kategorien. Die einzige echte Verbindungslinie ist verrückte Action, mit Menschen, die niemals die Entscheidung hätten treffen dürfen, einen Film zu machen. Ob das jetzt René Weller oder Christian Anders ist. Wie ist eigentlich der Streit mit René Weller ausgegangen?

 

DEADLINE: Details, bitte!

 

Kalkofe: Zu der Zeit, als MACHO MAN damals ins Kino kam, hat René Weller einen Rap aufgenommen. Den Boxer-Rap, basierend auf „To be or not to be“ von Mel Brooks. Daraus hat er eine ganz furchtbare deutsche Version gemacht. Bei der Recherche für SchleFaZ haben wir diese dann wieder ausgegraben und auf meine Facebookseite gestellt, mit dem Kommentar, dass es der wahrscheinlich schlechteste Rap aller Zeiten wäre. Das hat dann René Weller bzw. eher seine Frau auf meiner Seite gesehen und sich anschließend auf ihrer eigenen Facebookseite beschwert. Dann erhielt ich eine Meldung, dass es eine Unverschämtheit sei, dass ich diesen fantastischen Rap disse, der von richtigen Profis gemacht worden sei und wochenlang ganz oben in den Charts gestanden habe. Beides stimmte nicht, wurde aber dennoch behauptet. Das griffen natürlich dessen Fans auf und meckerten mich ebenfalls an. Das ging dann immer weiter, bis ich irgendwann gesagt habe, dass sie bitte schön widerlegen sollen, dass René Wellers Rap tatsächlich der mieseste Rap aller Zeiten ist. Seitdem ist aber noch nichts wieder vorgekommen.

 

Rütten: Ja, so sind Frauen, wenn sie in ihren Löwinnenherzen angesprochen werden.

 

Kalkofe: René selbst ist, glaube ich, ein ganz netter Kerl. Er hat auch nichts gemacht, das hat sie alles geschrieben.

 

DEADLINE: Wie gehst du damit um, wenn ein Promi oder Zuschauer bei dir aufschlägt und sagt, dass das ganz großer Mist ist, den du da verzapfst?

 

Kalkofe: Es hat natürlich jeder das Recht auf seine eigene Meinung. Wenn ich mir jetzt angucke, was die Fans dort geschrieben haben, muss ich allerdings sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Denn die Leute, die sich ärgern sollen, haben das auch gemacht. Und wenn wir das erreichen, haben wir alles richtig gemacht. In René Wellers Fall haben wir ihn ja auch noch nicht mal beleidigt oder so. Entweder hat man ein wenig Selbstironie und kann über das, was man vor über 30 Jahren gemacht hat, ein wenig schmunzeln. Vor allem wenn man ein supergroßer Sportler ist und weltbekannt. Dann sollte man auch mal über den Dingen stehen können. Oder man wird wütend und meint, man wäre die Nummer eins in allen Charts gewesen – dann hat man es auch nicht anders verdient, als lächerlich gemacht zu werden.

 

DEADLINE: Was war euer bislang schwierigster Dreh?

 

Rütten: Also von der technischen Seite her war das für mich HENTAI KAMEN 2, der Film, den wir heute Abend zeigen. Denn Oliver hat mir eine Geburtstagsüberraschung versprochen, die ich auch ganz beleidigt einfordere, weil ich merke: Vielleicht hat er ja doch nicht an meinen Ehrentag gedacht. Ich werde da quasi zum Tier, weil ich nicht rauchen kann. Das ist nämlich die Geburtstagsüberraschung, dass er mir da eine Rauchmaschine hinstellt und ich aber an den Stuhl gefesselt bin. Sadismus pur bei einem Film, der teilweise Perversionen beinhaltet, beispielsweise indem mit gebrauchten Damenschlüpfern auf dem Kopf Superkräfte entwickelt werden. Das war für mich tatsächlich der schweißtreibendste Film, weil ich dann auch laut fluche und mich quasi in eine gollumesque Schizoekstase hineinsteigere. Die war echt schweißtreibend zu spielen.

 

Kalkofe: Der erste Film einer Staffel soll ja auch immer etwas Besonderes sein. Und HENTAI KAMEN 2 war definitiv etwas Besonderes. Es wird gar nicht leicht, den noch mal zu toppen. Der wiederum, der am wenigsten Spaß gemacht hat, wo man sich richtig hindurchquälen musste beim Schreiben, war HOBGOBLINS.

 

Rütten: HOBGOBLINS war so redundant, vor allem visuell, da die nur in einer billig angemieteten Location, die als Wohnung diente, gedreht haben. Die zeigen immer nur zwei Bildausschnitte eines kleinen Zimmers, um dann mit Koboldpuppen zu kämpfen. Der Film fängt vielversprechend an und verspricht viel galoppierenden Wahnsinn, der nicht mehr aufhört, hatte seinen eigentlichen Höhepunkt jedoch schon in den ersten 10 Minuten erreicht. Sich dann noch einmal eine Stunde und zwanzig Minuten hintendran zu klappen, das ist dann das, was wirklich ermüdend ist.

 

Kalkofe: Manchmal ist es aber auch so, dass der Film, der am schwersten zu ertragen ist, am Ende am meisten Spaß macht, da man durch den Leidensdruck beim Schauen auf die besten Ideen kommt, wie man authentisch zeigen kann, was so leidenswert ist.

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DEADLINE: Bei welchem Film war für euch schon mal der Leidensdruck zu hoch, sodass ihr den Kinosaal vorher verlassen habt?

 

Kalkofe: Ich erinnere mich vor allem an einen Film. Das war in meiner Studienzeit, da waren ich und meine Kumpels immer in Sneak-Previews. Da gab es mal einen englischen Film, der wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht ist, der uns aber irgendwie tierisch auf den Sack ging: SHIRLEY VALENTINE. Ein Film über eine ältere Hausfrau und ihre alltäglichen Probleme. Der war so überkitscht und kacke, dass wir da vorher rausmussten.

 

Rütten: Bei mir war es John Carpenters DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT, ohne dass ich jetzt noch genau sagen könnte, warum ich da vorher die Flucht ergriffen habe. Aber nur weil es so heftig war und ich richtig Angst hatte, nicht weil der Film schlecht war.

 

DEADLINE: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Interview geführt von Heiko Thiele

 

 

 

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Seit nunmehr vier Jahren führen uns die Satirekönige Peter Rütten und Oliver Kalkofe auf TELE 5 durch die „schlechtesten Filme aller Zeiten“. Um die wahnwitzigen Filmdialoge und absurden Plots besser ertragen zu können, kommentiert das amüsante Duo nicht nur die jeweilige Trash-Perle, sondern gibt dem Zuschauer gleich zusätzlich noch das dazu passende SchleFaZ-Cocktailrezept mit an die Hand. Alkohol garantiert!

 

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