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04/07/2020

LOCKDOWN MOVIE: der erste Film über die und aus der Corona-Quarantäne

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 Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich die ersten Hollywood-Blockbuster mit dem Thema Corona und der damit verbundenen Quarantäne auseinandersetzen. Fünf Münchner Filmemacher haben aber bereits während des Lockdowns zwischen März und Mai die Kamera in die Hand genommen, um in ihren Büroräumen einen Film über die Quarantäne zu drehen. Initiiert wurde das Projekt von den Regie-Brüdern Kevin und Toby Schmutzler, die gemeinsam mit drei weiteren Crewmitgliedern in zwei Monaten den ersten Film zum Lockdown realisierten. Ursprünglich bereitete das Team gerade den Dreh seines nächsten Kinofilms vor, als ihm Corona einen Strich durch die Rechnung machte. Statt mit 50 Personen wurde daher für das Zwischenprojekt im kleinen Kreis gearbeitet.

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Aber nicht nur die Produktion des Werks wurde vom Coronavirus beeinflusst, auch im Film selbst herrscht endzeitliche Stimmung. Filmpraktikant Simon, der von Drehbuchautor und Co-Regisseur Toby Schmutzler gespielt wird, steckt während des deutschen Lockdowns in seiner Produktionsfirma fest. Ganz untätig will der junge Mann seine Zeit dort aber nicht verleben und zeigen, dass auch Kreative etwas Konstruktives in der Krise beitragen können. Auch er zückt die Kamera und will in Eigenregie einen Comedyfilm drehen, um den Leuten etwas Freude zu bereiten. Titel: „Lockdown Movie“. Nach einigen Tagen entdeckt er auf dem Dachboden jedoch noch eine Kamera und muss feststellen, dass er nicht die einzige Person im Büro ist, die Bock auf einen Filmdreh hat. Mit Comedy hat der Unbekannte aber nichts am Hut.

 

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Der Trailer zum knapp 60-minütigen Film der Filmcrew Media verspricht einen wilden Genremix aus Komödie und Horror, garniert mit zahlreichen Verweisen auf die Filmgeschichte.

Neben Hauptdarsteller Schmutzler, der mit seiner Crew tatsächlich „vor Ort“ war, wurden einige Darsteller wie Bayern-3-Moderator Sebastian Winkler oder Influencerin Louisa Dellert für ihre Parts per Videocall dazugeschaltet.

 

Premiere feierte LOCKDOWN MOVIE zur Wiedereröffnung der bayerischen Kinos am 16. Juni in einem Münchner Freilichtkino. Zu sehen gibt es den Film aber auch online in mehreren Livestream-Vorstellungen über die Filmseite www.lockdown-movie.de. Tickets für die nächste Vorstellung am kommenden Sonntag, dem 5. Juli, können ebenfalls dort bestellt werden. Entscheiden, was man für die Eintrittskarte ausgeben will, kann übrigens jeder selbst. Der Erlös soll die Produktionskosten decken und als Gage für die Mitarbeiter fungieren, denen in der Krise viele Aufträge weggebrochen sind.

 

Wer unter keinen Umständen auf das Kinoerlebnis auf großer Leinwand verzichten will, hat auch dazu noch Möglichkeiten. Vorstellungen sind für Lichtspielhäuser in Ingolstadt, München, Nürnberg, Frankfurt und Stuttgart geplant. Genaue Termine folgen noch. Nach der Kinoauswertung soll es darüber hinaus ein Streamingangebot geben. Ob mit oder ohne Lockerungen, es gibt also viele Wege, den ersten Lockdown-Film nach dem Lockdown zu erleben.

(Maximilian Fischer)

 

 

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