20/06/2014

Ich sterbe nur mit offenen Augen – Udo Kier im Interview

Udo Kier ist einer der international gefragtesten deutschen Schauspieler. Andy Warhol, Dario Argento, Lars von Trier oder Michael Bay, alle ihre Filme wurden durch die grünen Augen des gebürtigen Kölners schon bereichert. Angesichts der Premiere von IRON SKY trafen wir uns mal wieder mit Udo Kier auf der diesjährigen Berlinale. Ein Gespräch über Nazis und Schokolade, Lars von Trier und darüber, warum man im Film besser mit offenen Augen stirbt.

DEADLINE:

Nach MELANCHOLIA geht es in IRON SKY ja auch wieder um den Untergang der Erde …

 

 

Udo Kier:

Ja, aber was anderes, was Lustiges …

 

 

DEADLINE:

Was hat dich an dem Stoff und an der Rolle des Wolfgang Kortzfleisch interessiert?

 

 

Udo Kier:

Erst mal war der Film jahrelang auf der IMDb (Anm.: Internet Movie Database), und ich hab meiner Agentur gesagt: „Also, ihr müsst das jetzt mal langsam runternehmen, das steht da schon vier Jahre, jeder fragt mich: ‘Was ist denn das?’“ Erklär mal „Kortzfleisch“ auf Englisch, das ist gar nicht so einfach. (lacht) Und dann rief mich die Agentur an und sagte: „Nein, der wird jetzt gemacht.“ Das Drehbuch kannte ich ja nicht. Was ja faszinierend ist, ist „Nazis auf dem Mond“, der Mond war ausschlaggebend, nicht die Nazis. Und dass es eine Komödie ist. Ich habe ja in all den Jahren mal Adolf Hitler gespielt für Rob Zombie und Tarantino (Anm.: Udo meint Adolf Hitler in 100 JAHRE ADOLF HITLER – DIE LETZTE STUNDE IM FÜHRERBUNKER von Christoph Schlingensief und einen SS-Mann für den GRINDHOUSE-Fake-Trailer WEREWOLF-WOMAN OF THE SS), und in IRON SKY bin ich ja noch der Ruhigste von allen Schauspielern. Ich habe ihn gestern Abend auch das erste Mal gesehen, und ich habe auch da gelacht, wo das Publikum gelacht hat, weil ich den Film ja nicht kannte, sondern nur das Drehbuch, und das hat sich ganz verändert. Es sind auch Sachen nicht drin, die im Trailer, aber nicht im Film sind. Wir haben bei dem Dreh in Australien nur so grüne Wände gesehen, da war ja nichts, grüne Wände, und ich habe gefragt: „Wo ist dann jetzt das Raumschiff?“ Dann haben sie so ein kleines Sternchen da hingetan, und dann mussten wir da auf dieses Sternchen gucken, wie groß das Raumschiff ist. Das ist eine ganz andere Art von Spiel, weil die Fantasie da auch viel mitspielt. Ich finde, von der Technik her kann dieser Film sich neben jeden George-Lucas- oder Steven-Spielberg-Film stellen, aber wenn man überlegt, wie viele Millionen da investiert werden, und in einem kleinen Labor in Finnland entsteht so etwas, finde ich das hervorragend!

 

 

DEADLINE:

Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet? Hat sie sich eigentlich noch verändert? Julia Dietze meinte, dass ihre Figur in einer der ersten Versionen noch lesbisch war.

 

 

Udo Kier:

Das hab ich auch gehört, als wir zusammen interviewt wurden. Bei mir hat sich da nichts verändert. Man muss sich ja eine Parallelgeschichte überlegen zu einer Rolle, und meine Geschichte war, dass meine Mutter eine sehr gut aussehende Frau war und Wernher von Braun (Anm: Raketeningenieur der Nazis) sie kannte. Und bevor er nach Amerika „entführt“ wurde, hat er seine Lieblingsnazis auf den Mond geschossen, und meine Mutter war schwanger mit mir, und ich wurde auf dem Mond geboren. Und da alle in der Nähe meiner Mutter sein wollten, brachten sie mir Schokolade mit. Das war meine Parallelgeschichte. Man sieht’s im Film auch. Manchmal esse ich ja noch Schokolade, aber es gab auch eine Szene im Drehbuch, in der es einen Safe gab, wo ich gucke, ob auch niemand schaut, und mit dem Schlüssel, der bei mir um den Hals hing, den Safe voller Schokolade öffne. Naja, es ist trotzdem Schokolade noch drin im Film.

Iron Sky Interview

DEADLINE:

DER GROSSE DIKTATOR, der in IRON SKY ja auch vorkommt, ist eine der bekanntesten Hitler-Satiren. Gab es Überlegungen, deine Rolle in der Richtung anzulehnen?

 

 

Udo Kier:

Nein, das glaube ich nicht, ich habe dem Regisseur das auch gar nicht erzählt, das sage ich dir nur jetzt, das war auch gar kein Grund. Das sind so Kleinigkeiten, die der Schauspieler selber mit einbringt, ich will ja nicht total die Marionette sein von jemandem. Ich bin doch ich! Ich muss doch selber auch von mir was reinbringen, sonst macht’s ja auch keinen Spaß.

 

 

DEADLINE:

Du bist ja auch legendär genug mittlerweile …

 

 

Udo Kier:

Na, mittlerweile hört sich gut an, jaja (lacht), ich komm da so in das Alter.

 

 

DEADLINE:

Was ist mit der Frage, ob man, wie in IRON SKY, über Nazis lachen darf?

 

 

Udo Kier:

Wäre jetzt zum Beispiel das Holocaust-Thema drinnen gewesen, hätte ich mir überlegt, ob ich den Film mache. Aber da das Thema überhaupt nicht vorkommt und da es eine Satire und Komödie ist … Bei Rob Zombies Film habe ich zum ersten Mal diese Uniform getragen, diese richtige Uniform, und natürlich verstanden, was das für eine Machtuniform ist. Ich bin dann wieder einen Schritt weiter gegangen und habe mir ein Taschentuch machen lassen mit vier Totenköpfen darauf, damit die, wenn ich mir die Nase putze, wie Klaviertasten unter meinem Gesicht sind. Wir wissen doch alle, dass ein Thema wie der Holocaust die besten Chancen hat, in Amerika für den Oscar nominiert zu werden; das war doch bisher immer so, und meistens kriegen sie auch den Oscar. Ich finde eigentlich, nach so einem Film wie SCHINDLERS LISTE ist das eigentlich abgetan. Ich fand, dass das so gut gemacht war, weil auch gezeigt wurde, dass es auch gute Menschen gab und dass dann trotzdem ein Kind mit dem roten Mäntelchen wie ein ebensolcher Faden durch den Film geht. Aber in so einer Komödie wird das Thema gar nicht aufgearbeitet, ich sehe IRON SKY nicht als politischen Film, überhaupt nicht. Man kann natürlich als Amerikaner sagen: „Wie kann man denn die Freiheitsstatue anschießen? Das Symbol der Freiheit, das muss raus, wenn der Film hier in den Verleih genommen wird.“ Ja, das kann ich mir vorstellen.

 

 

DEADLINE:

Aber das, was in IRON SKY in Amerika passiert, wo die Nazis sofort in den Wahlkampf integriert werden, das ist doch ein ernstes Thema?

 

 

Udo Kier:

Aber das ist doch auch das Intelligente, dass man in der Komödie so Sachen einflechten kann, wo man eigentlich darüber nachdenkt. Es wird ja nicht mit dem Finger darauf gezeigt.

Iron Sky Interview
Party-Spaß bei der Premiere von IRON SKY in Berlin: Christopher Kirby, Julia Dietze, TimoVourensola und Udo Kier.

 

DEADLINE:

Bei den Oscars wurdest du ja bisher übersehen, man bezeichnet dich aber gerne als Eurotrash-Legende, ist das ein Kompliment für dich?

 

 

Udo Kier:

Wenn man mich auch Eurotrash nennt oder ich Preise für mein Lebenswerk als Eurotrash kriege, warum denn nicht? Hauptsache, ich kriege den Preis. Ist doch vollkommen egal, solange sich die Leute mit einem beschäftigen, ist doch egal, wie sie einen nennen; stell dir mal vor, die nennen dich gar nichts mehr, das wäre ja furchtbar.

 

 

DEADLINE:

Nun stirbst du ja auch in vielen Filmen. Ist es leicht oder schwer, im Film zu sterben?

 

 

Udo Kier:

Meine Bedingung ist, dass ich immer mit offenen Augen sterbe. Ich sterbe ja nicht mit geschlossenen Augen, in meinem ganzen Leben noch nie, das finde ich ja wirklich langweilig! Und dann ist es auch einfacher, mit offenen Augen zu sterben, weil man mit geschlossenen Augen so angespannt ist. Dann zittert das hier oben (zeigt auf sein Augenlied) so ein bisschen. Aber wenn man sich mit offenen Augen einen Punkt aussucht, ist das viel einfacher, und es hält auch noch eine Hintertür offen für eine Fortsetzung. (lacht)

 

 

DEADLINE:

Hat dich der enorme Andrang auf die Vorstellungen von IRON SKY bei der Berlinale überrascht, oder wusstest du von Anfang an, wie gut das Projekt ist?

 

 

Udo Kier:

Ich habe gestern so gelacht, das ist ja der längste Nachspann im Film, den ich je gesehen habe! Der übertrifft ja jeden Hollywood-Film. Und das ist ja nur ein Dank an die „Internet-Produzenten“. Für 100 oder 200 Euro wird ja jeder Produzent, und das finde ich eine geschickte Idee, wenn du überlegst, was das bei 100, bei 1000 Leuten macht. So haben die den Film finanziert zum größten Teil. Das hat’s ja noch nicht gegeben, die nächste Vorführung ist schon wieder ausverkauft. Das heißt, da ist eine Nachfrage. Das kann man sich ja nicht vorstellen, dass Nazis auf dem Mond sind, wir kennen ja alle nur den Mond, wo so ein Ding da landet und jemand die Fahne in den Boden schlägt, aber dass da wirklich was ist (lacht), und von daher, ich wünsche es dem Regisseur, und für mich ist es ja auch nicht schlecht. (lacht)




WEITER

DEADLINE:

Was hast du als Nächstes in Planung?

 

 

Udo Kier:

Ich mache jetzt meine „Lebensprüfung“. Wir machen 100 Filme ab nächster Woche in Paris, 100 Kurzfilme … (In diesem Moment öffnet die Pressebetreuerin dezent die Türe) Nein, noch nicht! Wir sind mitten im Gespräch, da müssen die anderen warten. Ich hasse das. (lacht) Ich komme mir vor wie so ein Fabrikarbeiter. Das Auto ist fast fertig, jetzt trinke ich erst mal Kaffee (Er steht auf und holt sich von der Theke einen Kaffee). Also 100 Kurzfilme, das heißt, es hat wieder was mit den Nazis zu tun, das Projekt heißt LOST FILMS, weil die Nazis viele Filme vernichtet haben. Aber die Drehbücher gab es noch, und Guy Maddin (Anm.: der Regisseur von LOST FILMS und gerade KEYHOLE mit Kier) hat sich diese Bücher alle besorgt und macht aus diesen, die normalerweise für Langfilme sind, Vier-Minuten-Filme. Es wird vom Centre Pompidou finanziert, 25 werden dann in New York gemacht, und dann machen wir in Brasilien 25 und 25 in Kanada. Es sind also diese vier Länder, Maddin ist ja Kanadier. Ich weiß auch noch gar nicht, was, ich habe einfach mal Koffer voller Kleider mitgenommen, die ich gut finde. Drei Wochen in Paris, wo ich lange gelebt habe und Filme gedreht habe. Ich brauche keine Texte zu lernen, es sind Stummfilme, und das ist doch wunderbar! Es ist wie eine Schauspielprüfung. Ich habe schon ein paar davon in Kanada gedreht: An einem Tag spielte ich den russischen Zaren, danach den deutschen Kaiser und danach einen besoffenen Seemann, der einem Affen versucht beizubringen, wie man rechnet. (lacht) Ich bin also wirklich „working in the factory, making movies“.

Iron Sky Interview
Die Mond-Nazis erobern die Erde in IRON SKY!

DEADLINE:

Aber es ist ja auch eine Traumfabrik, oder nicht? Kannst du dich an deine erste Begegnung mit dem Kino erinnern?

 

 

Udo Kier:

Ich weiß nicht mehr genau, welcher Film, aber welche Art von Film. Nach dem Krieg war ja nun wirklich eine schlechte Zeit, und ich kriegte sonntags immer 50 Pfennig. Ich habe dann immer ganz schnell gegessen und bin dann ins Kino gelaufen, kam immer zu spät und musste immer so rechts am Gang stehen und habe dann nur Errol Flynn und diese Piratenfilme gesehen. Aber ich wollte nicht Schauspieler werden, das war nicht der Grund.

 

 

DEADLINE:

Und wie kamst du zur Schauspielerei?

 

 

Udo Kier:

Ich wollte Sprachen lernen, daher wurde ich von dieser Firma (Anm.: Bayer) ins Ausland geschickt und wurde in London entdeckt. Obwohl ich später dann in Braunschweig Professor wurde, ich war nie selber auf einer Schauspielschule, ich finde das furchtbar!

 

 

DEADLINE:

Lars von Triers nächster Film wird NYMPHOMANIAC, über das Sexleben einer einzigen Frau, bist du da dabei?

 

 

Udo Kier:

Aber hallo! Aber wie ich dabei sein muss! Ich finde es ja schön, als älterer Mann mit 68 da irgendwie so in ‘nem Bett zu liegen und den Bauch zu zeigen, warum denn nicht? Ist doch Lars von Trier.

 

 

DEADLINE:

Also machst du da wirklich mit?

 

 

Udo Kier:

Weiß ich noch nicht …

Iron Sky Interview

DEADLINE:

Hat Lars von Trier noch nicht mit dir darüber gesprochen?

 

 

Udo Kier:

Na, er spricht ja nie, ich kriege das Drehbuch irgendwann. Ich frage ihn auch nie. Es gibt da eine Geschichte zu Lars: Wir haben uns kennengelernt in Mannheim bei den Filmfestspielen, da war er mit seinem ersten Film ELEMENT OF CRIME, und ich habe ihn gesehen und war begeistert. Ich habe dann gesagt, ich möchte den Regisseur kennenlernen, der diesen Film gemacht hat, und ich dachte, jetzt kommt so jemand wie Fassbinder oder Kubrik in Schwarz, sich am Sack kratzend und schlecht gelaunt in Lederjacke. Und dann kam so ein Schüler, und das war Lars von Trier. Wir haben ein Bier zusammen getrunken, und dann habe ich ihm einen Verleih gefunden. Später kriegte ich einen Anruf von ihm: „Ich verfilme MEDEA und ich möchte, dass du die Hauptrolle spielst, König Jason, und rasiere dich jetzt nicht mehr, wasch dir nicht mehr die Haare, weil ich dich als Wikingerkönig verkaufen muss, und du siehst überhaupt nicht so aus; und schmiere dir sowieso nur Dreck ins Gesicht, weil ich keine Schminke liebe.“ Dann habe ich mir nicht mehr die Haare gewaschen und bin stinkend nach Dänemark geflogen. Am ersten Drehtag musste ich mir die Hände waschen und mich umdrehen, da sagte der Lars: „Stop, stop!“, und ich wurde wirklich nervös, weil ich dachte: „Was habe ich denn jetzt gemacht?“, und dann sagte er: „Ich vergaß, wir haben einen Star! Nicht spielen! Ich habe dir ein Pferd gegeben, das Symbol der Männlichkeit, du hast zwei große Hunde, trägst ein Kettenhemd, sei nur ein müder König!“ Und das ist das Einzige, was er in 23 Jahren zu mir gesagt hat. Wenn ich jetzt ein Drehbuch von ihm kriege wie den „Wedding Planer“ (Anm.: Kiers Rolle in MELANCHOLIA), dann lese ich das, und dann mache ich das. Und wenn er dann nein sagt, dann sage ich ja. Das war so bei DANCER IN THE DARK. Björk war so in ihrer Rolle, wir hatten unsere Szene, und dann sagte Lars, es gefällt ihm nicht, und ich sagte: „Ja, aber du hast es doch geschrieben“; „Aber es funktioniert nicht, also improvisiert. Ihr mögt Amerika nicht, ihr seid beide aus der Tschechoslowakei, improvisiert!“ Dann habe ich Björk, die sehr konzentriert war, gefragt: „Ist das o.k. für dich?“, und dann haben wir das in einem Take gedreht, und Lars meinte: „Danke, Udo, kannst nach Hause gehen, ich habe, was ich brauche.“ Und so arbeiten wir halt immer. Bei BREAKING THE WAVES, da kam ich von irgendwoher zum Drehen und hatte sowieso die Haare abrasiert und habe dann gefragt: „Kann ich eine Flasche Bier trinken, eine Zigarette rauchen und mich ein bisschen anfassen an gewissen Stellen?“, und er meinte nur: „Mach doch. Ja, danke! Kannst gehen.“ Er mag keine Schauspieler, die spielen. Weil er meistens durch die Kamera selber schaut, und dann sagt er: „Spiel nicht!“, und dann sagen die Schauspieler: „Mache ich doch nicht“, und er nur: „Ja, du spielst. Und du hörst den anderen auch nicht zu!“ (Die nette Pressebetreuerin betritt erneut und bestimmt den Raum) So, hast du noch eine Frage, damit die mich hier nicht rausschmeißen?

IRON SKY Interview

DEADLINE:

Was ist deine Motivation, bei B-Movies mitzuwirken, wo es um weniger Geld geht als bei Blockbustern?

 

 

Udo Kier:

Ich mag das Wort nicht, B-Movies, aber in B-Movies haben die Schauspieler mehr Freiheit. Mir ist auch „Independentfilm“ lieber. Im Independentfilm ist es mir lieber mitzuwirken, weil in großen Hollywood-Produktionen, wo ich auch einige gedreht habe, da wirst du ja vollkommen entmündigt. Ich werde angestellt vom Studio, ich werde in meinen Wohnwagen geschmissen, ich darf nirgendwo hin, da wird angeklopft: „10-Minute-Warning“, du wirst gewarnt, dass du in zehn Minuten ins Studio geführt wirst! Es wird nur noch gewarnt, und das ist halt Hollywood. Aber Film ist Schatten und Licht, und in Hollywood sind die Schatten länger. Ich mag beides, und zum Beispiel weiß ich genau, dass der kommerzielle Film mir hilft, Filme zu machen, die ich wirklich machen will. Aber B-Movie … Man sagt ja auch nicht A-Movie. B-Movie hört sich immer so an, die haben’s nicht zu A geschafft. (lacht)

 

 

DEADLINE:

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Interview geführt von Patrick Winkler