HUK_PL_A4_rgb_300dpi_700
17/10/2018

HUNTER KILLER

Regie: Donovan Marsh / USA 2018 / 120 Min.

Darsteller: Gerard Butler, Common, Gary Oldman, Linda Cardellini, Michael Nyqvist

Produktion: Toby Jaffe

Freigabe: FSK 16

Verleih: Concorde Fimverleih

Start: 25.10.2018

 

 

U-Boot-Kapitän Joe Glass (Gerard Butler) befindet sich auf der Mission, das vermisste amerikanische Unterseeboot U.S.S. Tampa Bay zu finden. Schnell verwandelt sich sein Auftrag jedoch von einer Vermisstensuche in eine waghalsige Rettungsmission. Denn plötzlich steht die Welt am Rande des dritten Weltkriegs, nachdem abtrünnige Kreml-Generäle den russischen Präsidenten gekidnappt haben. Glass und ein Team Navy-SEALs versuchen nun, den Entführten zu retten und somit eine kriegerische Auseinandersetzung zu verhindern.

 HK_03117_700

Wenn es schlecht um die Welt steht (oder um einzelne Personen), ist er stets zur Stelle: Gerard Butler. Ob OYLMPUS HAS FALLEN, WHITE HOUSE DOWN oder GEOSTORM – auf den in Schottland geborenen Schauspieler ist stets Verlass. Er findet auch in den verzwicktesten Situationen eine Lösung (ob mit Gewalt oder Köpfchen) – mag sie noch so unwahrscheinlich sein. Auch in HUNTER KILLER ist die Welt mal wieder auf Butlers Einsatz angewiesen. Ein neuer Weltkrieg muss verhindert werden und noch so einiges mehr.

 HK_00356_R_700

Wie eh und je spielt sich Butler souverän durch die Geschichte, welche eigentlich ihre Bezeichnung nicht verdient hat, so dünn ist sie. Der OLYMPUS-Darsteller mag zwar vielleicht nicht der beste Schauspieler aller Zeiten sein. Aber eines muss man ihm lassen: Ihm gelingt es (wie auch hier) eigentlich immer, Rollen zu finden, die zu seinem Image als großer starker Mann passen, und da die Kulisse stets eine andere ist, wird man des Butlers auch nie wirklich müde

WEITER


HK_05569_RC_700

Ihm zur Seite gestellt werden in HUNTER KILLER unter anderem die Schauspiellegenden Gary Oldman und Michael Nyqvist (in einem seiner letzten Filme), deren Rollen am Ende aber leider deutlich kleiner ausfallen, als man zunächst meint, weshalb diese ihre Parts zwar kongenial ausfüllen, den Film von Donovan Marsh (CON GAME) jedoch nicht über den Status eines besseren B-Movies hieven können.

HK_04804_CRC_700

Denn wenngleich HUNTER KILLER zwar mit einer durchaus beachtlichen Darstellerriege aufwarten kann, lässt der U-Boot-Thriller an anderer Stelle dafür umso mehr zu wünschen übrig. Das auf den Roman FIRING POINT zurückgehende Werk platzt fast vor Effekten, allerdings sind viele davon wenig überzeugend. Insbesondere die Unterwasserszenen wirken ziemlich billig programmiert, was bei einem Thriller, der zu großen Teilen unter Wasser spielt, dann doch recht bedenklich ist. Vielleicht hätte man also besser einen Star weniger einkaufen sollen, um dieses Geld dann in bessere Effekte stecken zu können. Positiv hervorzuheben sind aber die Szenen im Inneren des U-Boots, deren Action-Momente handwerklich gut gemacht sind und so das gesamte Spannungsniveau einigermaßen hoch halten.

HK_02076_RCR_700

Inhaltlich gibt es darüber hinaus zu HUNTER KILLER eigentlich wenig zu sagen, da das Altbekannte serviert wird: Die Amerikaner sind die Guten und dürfen zeigen, was sie militärisch so zu bieten haben. Das patriotische Selbstbewusstsein des Zuschauers wird also zur Genüge gestärkt. Ob es darüber hinaus im aktuellen politischen Kontext ein Zufall ist, dass der russische Präsident zwar als toller Patriot dargestellt wird, dieser aber explizit auf die Hilfe der USA angewiesen ist, lässt die DEADLINE mal dahingestellt. (Heiko Thiele)

 

 

Erträglicher No-Brainer