25/10/2015

HEXENJAGD IM WIENER METRO KINO

Von l. nach r.: Co - Autor Amin Hak - Hagir, Kameramann Alfred Wihalm, Regisseur Martin Nechvatal, Regieassistent Michael Wieser, Schnittmeister Philipp Hochhauser
Von l. nach r.: Co-Autor Amin Hak-Hagir, Kameramann Alfred Wihalm, Regisseur Martin Nechvatal, Regie-Assistent Michael Wieser und Schnittmeister Philipp Hochhauser

Im Rahmen des von Paul Poet im Wiener Metro Kino veranstalteten Austrian Pulp-Filmfestivals hatte am 16.10. die wundervolle Dokumentation HEXENJAGD IN MAUTERNDORF ihre Weltpremiere.
Es geht dort um die beiden Hexenfilme HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT und HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT des österreichischen Schauspielers und Regisseurs Adrian Hoven.
In der spannenden, kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Doku von Martin Nechvatal (DAS WIENER KETTENSÄGENMASSAKER) werden die damaligen Schauplätze wie Mauterndorf, Dürnstein und Krems besucht und aus der heutigen Sicht betrachtet. Erstaunlich, wie wenig sich in den über 30 Jahren seit damals verändert hat.
Es kommen zahlreiche Dorfbewohner vom Bürgermeister bis zum Tischler, die damals als Komparsen und an der Ausstattung mitwirken durften, zu Wort. Diese geben jede Menge witzige Anekdoten von den Dreharbeiten zum Besten.
So mussten beispielsweise zahlreiche Mauterndorfer nach den intimen Kontakten mit einer Wiener Schauspielerin heimlich in der Nacht zum Arzt, um ihren Tripper behandeln zu lassen.

Der Film wird noch einmal am Sa. 31.10.2015 im Kultursaal der Burg Mauterndorf im Land Salzburg/Österreich, Mauterndorf im Lungau um 19:00 gezeigt.

Auch Percy Hoven hat in HEXENJAGD IN MAUTERNDORF einiges zu erzählen. Er ist der Sohn von Adrian und war Kinderdarsteller in beiden Filmen. Zahlreiche Privatfilme und Outtakes runden das Ganze ab.
Die in letzter Minute fertiggestellte ca. 100-minütige Doku wurde vom mitternächtlichen Premierenpublikum begeistert aufgenommen. Zuvor wurden auch die beiden Spielfilme gezeigt.

Percy Hoven, Uwe Huber und Joyce Hoven
Percy Hoven, Uwe Huber und Joyce Hoven

Percy Hoven und seine Mutter Joyce Hoven waren persönlich anwesend und erzählten in einem Publikumsgespräch moderiert von unserem Uwe Huber unglaublich tolle Geschichten.
Auch der nie veröffentlichte dritte Teil der Hexensaga wurde angesprochen.  Das Gespräch mit den Hovens wird mit vielen anderen Extras, u.a. deleted scenes und Martin Nechvatals Dokumentarfilm, den Weg auf eine Blu-ray-S.E. von HEXEN GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT 2016 finden. Die sagenumwobene geschnittene Schlussszene des ersten Hexenfilms bleibt (vorerst) verschollen.

Regisseur Martin Nechvatal hat eine Woche zuvor während des Festivals eine weitere Doku vorgestellt.

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In CARL ANDERSENS UNDERGROUND DER LIEBE geht es um den österreichischen Underground-Filmer Karl Brazda aka Carl Andersen (I WAS A TEENAGE ZABBADOING, MONDO WEIRDO u. v. m.).
Das Austrian Pulp-Festival widmete sich vom 9.10. bis zum 8.11. dem unterschlagenen österreichischen Genrefilm sowie österreichischen Filmemachern in Deutschland.

Gezeigt wurden u. a. Werke wie ALRAUNE (1927), DER MÖRDER MIT DEM SEIDENSCHAL (1964), GEISSEL DES FLEISCHES (1965), IM SCHLOSS DER BLUTIGEN BEGIERDE (1967), NECRONOMICON – GETRÄUMTE SÜNDEN (1967), BARON PORNOS NÄCHTLICHE FREUDEN (1969), DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS (1980), EXIT … NUR KEINE PANIK (1980), DIE TOTEN FISCHE (1989), IN DREI TAGEN BIST DU TOT 1 + 2 (2006/2008) sowie Österreichs diesjähriger Oscar-Nominierter ICH SEH ICH SEH.
Sympathische Schauspieler wie Erwin Leder (DAS BOOT, ANGST) und Regisseure wie Veronika Franz und Severin Fiala mischten sich publikumsnahe unter die Kinobesucher.
(Harald Dolezal)

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