06/04/2020

Der Spieltriebe-Headset-Guide + GEWINNSPIEL

Geballer in schönster Form direkt auf die Ohren!

 

Es gibt viele Gründe beim Zocken ein Headset zu tragen!

 

Schlafen einen Raum weiter vielleicht die lieben Kinder? Steht eure Gaming-Ecke in einem gemeinsam genutzten Raum und ihr wollt die bessere Hälfte nicht mit den entzückenden Geräuschen schreiender Zombies nerven? Oder wollt ihr einfach einen klaren Sound und einen Vorteil bei kompetitiven Games haben? In all diesen Szenarien sei euch ein gutes Headset ans Herz gelegt!

 

Wenn man sich auf die Suche nach einem passenden Ohrenschmuck begibt fällt schnell auf, dass eigentlich schon ein Überangebot besteht. Da sich unsere Gaming-Redaktion kürzlich ebenfalls den Unmengen an Produkten gegenüber sah, war es nur logisch direkt mal die Erfahrungen in einem Headset-Artikel zusammenzufassen!

 

Bevor man in die Detailsuche übergeht, sollte man sich einige grundlegende Fragen stellen, um die Auswahl etwas einzugrenzen:

 

  • Stereo oder (virtueller) Surround?
  • Kabelgebunden oder kabellos?
  • Geschlossene oder offene Bauweise?
  • Wird zusätzlich ein DAC bzw. eine Soundkarte benötigt?
  • Wieviel möchte ich investieren?

 
Danach sollte sich die Auswahl etwas eingegrenzt und man kann nach feineren Kriterien, wie Verarbeitung, Komfort, Optik und natürlich dem eigentlichen Sounderlebnis gehen. Und wem das immer noch zu viel Arbeit ist, dem haben wir direkt unsere Bestenliste in sämtlichen Kategorien und für unterschiedlich große Brieftaschen zusammengefasst. Bidde!

 

 

Bestes Stereo Headset (kabelgebunden)

 

 

Bis 100€: HyperX Cloud Alpha (S)

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Das Cloud Alpha bzw. die neuere Version mit dem Zusatz S, die neben Stereo noch Surround bietet, ist eine Wucht zu einem sehr günstigen Preis. Die Doppelkammer-Treiber-Technologie sorgt für einen sehr klaren Sound, den man eher von professionellen Studio-Kopfhörern gewöhnt ist. Hinzu kommt ein kräftiger, aber nicht zu kräftiger Bass und eine sehr solide Verarbeitung mit Metallbügeln und weichen Kunstlederohrmuscheln. In der Preiskategorie ist das Cloud Alpha mit einem UVP von 100€ nicht zu schlagen.
Die neuere S-Veriante kostet ca. 20-30€ mehr und integriert eine Soundkarte für einen soliden, aber nicht überragenden Virtual Surround Sound, den man eher zugunsten von Stereo abschaltet und gleich zu der nicht-S Version greifen kann.

 

Bis 200€: Asus ROG Delta

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In der Vergangenheit sind Asus Headets vor allem durch sehr futuristische Designs und einer sehr bass-lastigen Gaming-Abstimmung aufgefallen. Das ROG Delta und geht nun neue Wege. Zuerst fällt das schlichtere Design auf, welches dank eines nur noch sehr feinen RGB-Streifens wesentlich edler wirkt, als die Fusion Vorgänger. Zudem wurde auch die Klangqualität auf ein höheres Level gehoben. Der integrierte Quad-DAC sorgt für einen hochauflösenden Sound und einer guten Ortung im Spiel. Die 50mm Treiber tun ihr Übriges und lassen vor allem die Mitten erstrahlen. Insgesamt bietet das ROG Delta eine sehr gute neutrale Abstimmung im Bereich Gaming, aber auch zur Musikwiedergabe.

 

Ab 200€: Beyerdynamic MMX 300 (2. Gen.)

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Seit Jahren steht das MMX 300 auf vielen Vergleichstest auf dem Siegertreppchen und auch bei uns gilt das MMX 300 als Stereo-Referenz. Das Headset Made in Germany ist schlicht, sehr gut verarbeitet und verzichtet auf so ziemlich jedes Feature, wie RGB, Surroundsound oder einen USB-Anschluss zugunsten eines perfekten Klanges. Die weichen Ohrmuscheln gibt es in Velour oder Kunstleder und sie sitzen auf so ziemlich jedem Kopf perfekt. Es ist wirklich ein klassischer Stereo-Kopfhörer, welcher die Hi-Fi Qualitäten von Beyerdynamic umsetzt und ohne das feste Mic wohl schnell mit einem professionellen Studiokopfhörer verwechselt werden würde. Seit kurzem bietet Beyerdynamic mit Immerse auch eine Softwarebasierte Lösung für Raumklang, welche jedoch als Abo daherkommt und neben den Anschaffungskosten von 299€ UVP noch hinzu kommen würde. Da hört es bei uns jedenfalls auf mit dem Spaß.

 

Alternative: ASUS ROG Theta Electret

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Frisch auf den Markt gekommen ist ein Headset aus dem Hause Asus, welches durchaus Potenzial hat eine ähnliches Referenz-Headset, wie das MMX 300 zu werden. Das Theta Electret ergänzt das Line-Up um eine Premium Stereo Variante (neben dem Theta Electret 7.1 Surround Headset). Vor allem die hohen und mittlereb Frequenzbereiche wird von der Treibertechnologie berücksichtigt und sorgt für einen äußerst präzisen und professionellen Klang. Empfehlenswert ist die Koppelung an einen High-End DAC oder Verstärker, um jede Nuance hinaus zu kitzeln. Der würde allerdings zu dem recht hohen Preis von knapp 300€ obendrauf kommen. Das Theta Electret ist sehr gut, aber definitiv auch kein Schnäppchen, zumal man die direkte Konkurrenz aus dem Hause Beyerdynamic oftmals für weniger als 250€ bekommt. Das kann natürlich mittelfristig auch bei dem Theta Electret geschehen, sobald das Produkt eine Weile auf dem Markt ist. Insgesamt das beste Setereo-Headset, welches ASUS zu bieten hat!

 

 

Bestes Stereo Headset (kabellos)

 

 

Bis 200€: Steelseries Arctis 1 Wireless

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Dank eines kleinen unauffälligen USB-C Dongles lässt sich das Arctis 1 Wireless problemlos mit nahezu jeder Plattform verbinden und verzichtet auf die oftmals umständlichere Koppelung per Bluetooth und setzt stattdessen auf eine 2,4GHz-Funk Technik. Die Verbindungsstärke ist dabei als sehr gut zu bezeichnen, in Anbetracht des Preises von 120€ sogar bemerkenswert. Allerdings bietet das Arctis 1 Wireless die identische gute Soundqualität, ein crispes Micro und die ordentliche Verarbeitung der kabelgebundenen Variante, welche nur rund 60€ kostet. Ein mächtiger Aufschlag für den Komfort der Kabellosigkeit.

 

Ab 200€: Audio-Technica ATH-G1WL

ATH-G1WL

Obwohl das ATH-G1WL auch virtual Surround bietet, passt es streng genommen auch in die Stereo Rubrik, denn dort kann es am besten überzeugen. Seit 1960 bietet der japanische Hi-Fi Hersteller Produkte im Premiumsegment und neben vielen Kopfhörern zum Hören von Musik, wird auch der Gaming Sektor bedient. Die recht plastiklastige Verarbeitung mag auf den ersten Blick nicht zum Preis von 260€ UVP passen, doch der kräftige Sound dank der 45mm Treiber vermag zu überzeugen und lässt die Verarbeitung vergessen. Vor allem der untere und mittlere Frequenzbereich wird betont und sorgt für einen warmen und runden Sound bei Spielen, Filmen und auch Musik. Ein echter Allrounder für audiphile Genießer. Für 80€ weniger gibt es übrigens die wired Stereo Variante, welche bis auf den Surround-Modus ein gleiches Klangerlebnis bietet.


 

 

GEWINNSPIEL!

In Kooperation mit SteelSeries können wir genau dieses Headset verlosen: SteelSeries Arctis 1 Wireless – Wireless Gaming Headset – USB-C Abnehmbares – Clearcast Mikrofon – für PC, PS4, Nintendo Switch und Android.

 

Ihr wollt gewinnen?

Sagt uns einfach für welchen Zweck ihr dieses Headset verwenden wollt!

 

Sendet eure Antwort per Mail inkl. eurer Adresse und

dem Betreff STEELSERIES bis zum 30. April an verlosungen@deadline-magazin.de.

 

Viel Glück wünscht die Redaktion!

 

 




WEITER

 

 

Bestes Surround Headset (kabelgebunden)

 

 

Bis 100€: Razer Kraken X

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Das Razer Kraken X bedient mit seinen 59,99€ UVP die Einstiegspreisklasse der Surround-Headsets ist weiß in diesem Bereich auch zu überzeugen, wobei es bei diesen Preis auch Nachteile gibt. So ist der Gaming-Sound solide mit einer leichten Betonung auf dem Bass. Auch längere Sessions werden durch die extrem leichte Bauweise mit nur 250g (dem Plastik sei dank) zu keiner störender Angelegenheit. Der Memoryfoam liegt gut auf den Ohren und passt sich einer Vielzahl an Formen an. Wovon man leider wirklich abraten muss ist eine Musikwiedergabe. Hier sind Instrumente und Gesang nicht gut aufeinander abgestimmt. Abstriche gibt es auch beim Mikrofon, welches nicht komplett hoch geklappt werden kann und eine solide, leicht übersteuerte, Kommunikation ermöglicht. Alles in Allem ein guter Einstieg in die Welt der Surround-Headsets zu einem erschwinglichen Preis.

 

Bis 200€: Astro A40 (inkl. MixAmp Pro DAC)

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Das A40 inkl. dem MixAmp Pro DAC ist ein High-End Gaming Headset, welches sehr gut verarbeitet ist und dabei erstaunlich leicht bleibt. Zudem werden die Ohrmuscheln auch bei längeren Sessions nicht unangenehm oder warm. Die 40mm Treiber bringen ein gutes räumliches Sounderlebnis und durch die MixAmp Pro hat man viele Anpassungsmöglichkeiten, welche recht intuitiv von der Hand gehen. Einzig die Tatsache, dass man sich zwischen eine Kombination aus Xbox/PC oder PS4/PC entscheiden muss, ist etwas schade, da Nutzer von beiden Konsolen wohl nicht mehrfach bereit sind die doch recht hohe Summe von 279€ UVP zu zahlen.

 

Ab 200€: HyperX Cloud Orbit S

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In Kooperation mit dem Premium-Hersteller Audeze entstand das Cloud Orbit S für die audiphilen Zocker dieser Welt. Ausgestattet mit kostspieligen 100mm Audeze Planar Magnetic Treibern und der Waxes NX 3D Audiotechnologie ist der Cloud Orbit eine Referenz in Sachen Raumklang und Immersion! Die S-Variante des Orbit ist zudem mit einem Headtracking Modul ausgestattet, welches den Sound leicht an der Kopfbewegung anpasst. Diese Funktionen bieten übrigens auch bei Filmen einen netten Mehrwert. Wichtig ist es noch zu erwähnen, dass der 7.1 Klang nur bei einem PC bzw. Notebook funktioniert. Ansonsten gibt es kristallklaren 2-Kanal Stereo Sound, welcher aber ebenfalls mit der Headtracking-Funktion möglich ist. Wie von Audeze gewohnt, eignet sich das Orbit S ebenfalls für die Wiedergabe von Musik. Insgesamt rechtfertigen die vielen Funktionen und die hochwertigen Komponenten den Preis von 299,99€, denn Qualität hat ihren Preis.

 

 

Bestes Surround Headset (kabellos)

 

 

Ab 200€: Steelseries Arctis Pro Wireless

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Mit einer UVP von 349,99€ hat das Arctis Pro Wireless schon mal den Award für das teuerste Headset in unserem Guide abgeräumt, wobei man meist wesentlich günstiger als die UVP an das Headset kommt. Mitgeliefert wird eine kleine Senderstation, welche es ermöglicht, dass man zum einen die Quelle der Senderstation bedient, zum anderen über Bluetooth telefonieren oder Musik hören könnte. Für den einen oder anderen Multitasking-Nutzer eine nette Möglichkeit. Natürlich muss bei dieser Preisklasse aber der Sound stimmen und das tut er. Vor allem der Bass ist kräftig, aber nicht übertrieben hervorstehend. Zudem lassen sich alle Bereiche individuell per Software anpassen und auch mehrere Voreinstellungen nutzen. Beim Tragekomfort nutzt Steelseries eine innovativere Variante. Ein elastisches Band soll den Träger einen gemütlichen Sitz auf dem Kopf ermöglichen. Dafür wirkt das Headset aber auch etwas breiter, als direkt anliegende Bügel. Letztendlich ist es eine Geschmackssache und muss ausprobiert werden.

 

 

Bestes Headset für Streamer und Content Creator

 

 

Beyerdynamic Team TYGR Bundle

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Obwohl man natürlich mit jedem Headset theoretisch auch gut streamen kann, so wirkt ein externes Mikrofon in vielen Situationen etwas flexibler, vor allem wenn es nicht nur um Gaming-Streams geht, sondern um das Erstellen von anderen Videos, in denen der Sprecher zu sehen ist und keinen kompletten Kopfhörer tragen möchte. Das Team TYGR besteht aus zwei Komponenten, die man auch einzeln erwerben kann, dem Kopfhörer Tygr 300 R und dem FOX USB-Mikrofon. Wer also bereits einen guten Kopfhörer hat, kann das Mikrofon auch separat erwerben oder eben umgekehrt. Als einziger Kopfhörer in unserer Liste wurde der Tygr 300 R in einer offenen Bauweise gefertigt. Das bedeutet, dass man nicht komplett abgeschirmt ist, sondern Außengeräusche wahrnehmbar sind und ebenso auch mehr Geräusche aus dem Kopfhörer nach Draußen gelangen. Für öffentliche Verkehrsmittel also eher nicht geeignet. Der Vorteil liegt in dieser Kombination aber darin, dass man die eigene Stimme und deren Lautstärke besser wahrnehmen kann. Der Tragekomfort und die Verarbeitung sind, ähnlich wie bei dem MMX 300, hervorragend und ermöglichen lange Aufnahme- oder Spielesessions. Das FOX Mikrofon lässt sich sehr klein und unauffällig unter dem Monitor positionieren, da auf ein Stativ verzichtet wird. Die Aufnahmequalität ist rauscharm und eignet sich auch für semi-professionelles Vertonen von Videos. Insgesamt ein guter Einstieg für die nächsten großen Nachwuchs-Influencer. Jedenfalls, wenn sie sich die knapp 350€ teure Kombi von ihrem Taschengeld leisten können.

 

Beste externe DAC/Soundkarte

 

Creative Sound BlasterX G6 und Sound Blaster X3

Im Preisbereich bis 150€ bietet kaum jemand den Soundspezialisten von Creative das Wasser. Die kompakte USB-Soundkarte G6 ist ein Alleskönner, der aber vor allem bei Musik und Videospielen auftrumpft. Besonders für hochwertige Kopfhörer mit hoher Ohm-Zahl lohnt sich ein Wechsel von der Onboard-Soundkarte des Mainboards hin zur externen Lösung. Bei unserem Test mit dem Beyerdynamic MMX300 konnte man definitiv eine Verbesserung feststellen. Der Klang ist detaillierter und kräftiger. Das G6 funktioniert zudem problemlos auf der PS4, Xbox oder Switch. Leider fehlt jedoch ein moderner USB-C Anschluss. Der virtuelle Surroundsound, sowie Lautstärkeausgleich, Scout Mode und die Dolby-Digital Dekodierung sind Funktionen, die den Preis von rund 150€ rechtfertigen, aber auch klarmachen, dass das G6 eher für Audioenthusiasten gedacht ist, als für den Gelegenheitszocker.

Soundkarten

Etwas günstiger (125€ UVP) und mit einem anderen Fokus kommt der Sound Blaster X3 daher. Das hochauflösende USB-DAC bzw. Soundkarte ist weniger fürs Gaming gedacht, als vielmehr für das kleine Desktop-Cinema. Kopfhörer bis zu 600 Ohm, sowie Lautsprecher werden unterstützt. Beides gelang im Test problemlos und gut. Wobei die Klangqualität mit Kopfhörern beim G6 einen Hauch besser rüberkam. Dafür punktet das X3 mit einem USB-C Anschluss und einer intuitiveren Bedienbarkeit, was unter anderem an den oberseitig zugänglichen Buttons und dem Drehrad liegt. Die Super X-Fi Technologie verstärkt das räumliche Klangerlebnis und bietet – nach entsprechenden Feintuning per Software – einen echten Mehrwert in Sachen Immersion. Bei der Wiedergabe von Musik hingegen kommt dadurch ein unstimmiges Klangbild auf. Der Fokus des X3 liegt eben auf dem Medium Film und hier ist die Soundlösung eine echte Empfehlung! (Felix Hess)

 


Wie wurde getestet?

 

Als Test-Setup nutzten wir eine Mischung aus allen Konsolen, On-Board-Soundlösungen (ASRock Z370 Extreme 4), einer externen Soundkarte (Creative SoundblasterX G6) und einem professionellen DAC (Asus Xonar Essence One). Wir nutzten eine Mischung aus Shooter-/Fighting- und Action Spielen. Zudem hörten wir unterschiedliche Musikrichtungen und schauten Filme mit den Geräten.  Besonders der Tragekomfort ist jedoch sehr subjektiv und sollte von jeder Person individuell getestet werden.