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13/01/2020

DEADLINE präsentiert: Die MIDNIGHT MOVIES bei den BRITISH SHORTS

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„Auch (bzw. erst recht) kurz vor dem Brexit:

Vom 16. bis 22. Januar 2020 geht in Berlin die 13. Ausgabe des British Shorts Kurzfilmfestivals an den Start“ – so lautet die erste Zeile der offiziellen Ankündigung der BRITISH SHORT für die Presse. Und die DEADLINE? Findet das gut! Sehr gut sogar, denn wieder einmal schaut Berlin über den Kanal und präsentiert eine feine Auswahl der besten aktuellen Kurzfilme aus UK und Irland.

 

2020 findet das Festival des Lichtspielklubs zum 13. Mal statt und hat sich nicht weniger vorgenommen, als die 13 zur Lucky Number zu machen. Dazu öffnen das Sputnik Kino, das HAU, das Hebbel am Ufer, das Acudkino, das City Kino Wedding, das Kino Zukunft und das ehemalige Krematorium Silent Green ihre Pforten und werden mit Hommage-Screenings, Retrospektiven, Konzerten, Talks, einem Filmworkshop, dem Open Screening und einer Ausstellung … nun, eben very british.

 

Das Programm ist dabei wie jedes Jahr eine wilde Mischung aus Drama, Comedy, Animation, Thriller, Experimentalfilm, Musikvideo bis hin zu Dokus und vielem mehr. Konzerte, Talks, ein kostenloser Festival-Workshop (mit 48-Stunden-Film-Challenge), ein Open Screening und eine Ausstellung begleiten das Treiben rund um die Kinoleinwände. Der Ehrenspot leuchtet 2020 auf die schottische Schauspielerin Kate Dickie, der eine Hommage gewidmet ist und die auch Gast in Berlin sein wird. Und natürlich gibt es wieder Festival-Retrospektiven, diesmal zu den Themen “Animation” und “Weird Britain”, die Highlights aus 13 Jahren Festival-Leben zeigen.

 

Doch jetzt … The same procedure as every year:

 

DEADLINE präsentiert die MIDNIGHT MOVIES.

Wenn der Samstag in Berlin sehr, sehr dunkel wird.

Ab 23:59 Uhr.

 

Der Block beginnt kalt. WHITE GIRL läuft durch die Nacht. Folgt Menschen. Lächelt irgendwann. Bis Regisseurin Nadia Latif eine unbequeme Konsequenz zieht, die den Zuschauer stirnrunzelnd zurücklässt.

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Und leichter wird die Kost nicht: In CHANGELING zeigt Faye Jackson, wie die Mutterschaft Frauen verändern kann – surreal, einnehmend, sehr rätselhaft. Die folgende EJECT beginnt in erster Linie eklig, als Kates Arm juckt und juckt und sich schließlich öffnet. In eine neue Welt. THE NEST huldigt der Blair Witch – und ist dann doch ganz anders. 

Und dann … kommt eins der Highlights des im ganzen sehr guten Blocks: TOMORROW I WILL BE DIRT. Ein Titel, der nicht nur Berliner Horrorfans aufhorchen lässt und hinter dem sich nichts Geringeres verbirgt als eine Hommage. Ein Sequel zu Jörg Buttgereits SCHRAMM, inszeniert in Stop-Motion, von Mr. Robert Morgan himself. 8 Minuten Wahn, Verzweiflung, Horror. Großes kleines Kino!

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Ein bisschen Durchatmen gönnt den Zuschauern dann SATANIC PANIC ’87, der mit bösem Humor zwei Metalheads in die Hölle fahren lässt. Bizarr und gesund – das ist Programm bei ASPARAGUS TIPS, der ein Abendessen für alle besonders gut munden lässt. Okay, für fast alle … MJ von Jamie Delaney zeigt, dass Tindern nicht immer zu den Resultaten führt, die gewünscht sind. Auf blutige, Social Media vorführende Weise. SLUG LIFE ist Animation, und was für eine! In grob und gleichzeitig grotesk sinnlichen Bildern, die oft an Terry Gilliams Artwork erinnern, lässt Sophie Koko Gate eine Frau sich den perfekten Liebhaber erschaffen. Was für ein Trip!

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Übrigens, SYBIL tut das in gewisser Weise auch, allerdings nicht animiert, sondern real und zudem im Leichenbestatter-Business. Liebe sucht sich eben einen Weg. Das tat sie auch in CUBICLE, und die Frau, die den Schwangerschaftstest in der Toilette durchführt, wird mit einem ganz neuen Grauen konfrontiert, das sich auf die Meta-Ebene übertragen lässt, aber nicht muss.

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In ENVY ist die Liebe freundschaftlich – und enttäuscht. Schließlich wollten die beiden Freundinnen zusammen in die Zukunft gehen. Aber die Schauspielschule wählte nur eine … THE HISTORY OF NIPPLES widmet sich dann voll und ganz der wichtigen Frage Warum haben Männer Brustwarzen? Und ja, was dann passiert … liegt auf der Hand. RETCH, der vorletzte Film des Blocks, fragt: „How does it feel?“ – und dann enden die MIDNIGHT MOVIES mit SPOOK TRAIN (ROOM 2): CELL – X: Animation von Lee Hardcastle. 10 Tage im Knast. Ein Knaller zum Schluss!

(Germaine Paulus)

 

 

Die MIDNIGHT MOVIES starten am Samstag, dem 18. Januar

um 23.59 Uhr

im Sputnik Kino

 

Das vollständige Festivalprogramm und noch

mehr Infos findet ihr auf www.britishshorts.de.