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12/09/2018

Buttgereits Studio 76 Italiano

Buttgereit Theater IM STUDIO HÖRT DICH NIEMAND SCHREIEN .c Birgit Hupfeld

Zum sechsten Mal darf unser Kolumnist und Bundes-Genre-Beauftrage Jörg Buttgereit die Studiobühne am Dortmunder Theater mit kulturell angereichertem Schrecken erfüllen. IM STUDIO HÖRT DICH NIEMAND SCHREIEN entführt den Zuschauer hinter die Kulissen der italienischen Filmindustrie in der Mitte der 70er Jahre. Der sensible Tontechniker Maximilian Schall muss für den italienischen Horror-Filmer Dario Winestone die Nachvertonung seines letzten Schlitzer-Films übernehmen. Die Arbeit an dem brachialen Werk verlangt Schall jedoch bald mehr ab, als er ertragen kann.
Jörg Buttgereit vermischt in seinem Theaterstück gekonnt die Vorlage von Peter Stricklands BERBERIAN SOUND STUDIO (DEADLINE-Interview mit dem Regisseur zum Film hier) mit den klassischen Motiven des italienischen Giallo von Bava bis Argento und schaut hinter die Kulissen und Mechanismen dieser vergangenen europäischen Filmemacher-Ära.

Wieder einmal gespickt mit zahlreichen Anspielungen für Genrefans besticht auch die Ausstattung mit zeitgemäßer Stiltreue. Um das italienische Tonstudio lebendig werden zu lassen, wurde eigens für das Stück altes Sound-Equipment restauriert und funktionstüchtig gemacht. Sogar ein eigenes Sounddesign für den audiozentrierten Horrortrip auf der Dortmunder Studiobühne wurde von keinem Geringeren als Sound-Veteran Frank Behnke angefertigt, der bereits mit Alan Splet, David Lynch und Tom Tykwer zusammenarbeitete.
Die Premiere von Jörg Buttgereits IM STUDIO HÖRT DICH NIEMAND SCHREIEN (zum Premierenbericht) am Sonntag den 16. September ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind bisher am 20.09., 06.10. und 28.10. angesetzt. Zusätzliche Vorstellungen für die Wintersaison sind bereits in Planung.

Karten und Infos unter www.theaterdo.de

Bild c. by Birgit Hupfeld