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23/01/2017

RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER

Regie: Paul W. S. Anderson / USA / 2016 / 106 Min.

Darsteller: Milla Jovovich, Ali Larter, Ruby Rose, Iain Glen, Shawn Roberts, William Levy

Produktion: Paul W. S. Anderson, Jeremy Bolt, Victor Hadida

Freigabe: FSK 16

Verleih: Constantin Film

Start: 26.01.2017

 

RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER setzt unmittelbar nach den Ereignissen des Vorgängerfilms RESIDENT EVIL: RETRIBUTION an. Wir erinnern uns: Alice (Milla Jovovich) und Konsorten sind in Washington, D. C., in eine Falle getappt und standen einer schier endlosen Armee von Untoten entgegen. Darüber hinaus infizierte Wesker (Shawn Roberts) Alice mit dem T-Virus. Dadurch erlangte sie ihre alten Kräfte zurück und mutierte zu einer Killermaschine. Spätestens zu Beginn des aktuellen sechsten Teils wird klar, Alice ist die einzige Überlebende in Washington. Die verbliebene menschliche Weltbevölkerung steht kurz vor ihrer völligen Auslöschung. Letzte Hoffnung ist angeblich ein Gegenmittel, welches den T-Virus und alles, was damit in Verbindung gekommen ist, zerstört. Alice hat allerdings nur 48 Stunden Zeit, besagtes Gegenmittel freizusetzen, ansonsten ist die endgültige Vernichtung der Menschheit nicht mehr abzuwenden. Hierzu muss die immer coole Alice allerdings wieder nach Raccoon City in den Hive zurückkehren. Dorthin, wo alles begann. Nicht nur handelt es sich bei dem Trip von Washington nach Raccoon City um alles andere als einen Spaziergang, auch in Raccoon City selbst wird sie nicht gerade mit offenen Armen willkommen geheißen.

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Wie man vielleicht schon am Ende des fünften Teils der Reihe erahnen konnte, zieht Regisseur Paul W. S. Anderson für sein letztes Kapitel noch mal alle Register. Er lässt seiner Hauptfigur Alice und dem Zuschauer keine Verschnaufpause. Von Beginn an bis zu den Endcredits ist das Tempo enorm hoch. Eine Actionszene jagt quasi die nächste. Die dramaturgischen und erklärerischen Elemente werden glücklicherweise auf ein Minimum beschränkt, und so besitzt der Film keinen Leerlauf.

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Die Mission ist klar abgesteckt, und um diese zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, muss Alice sich vielen Gegnern und Prüfungen stellen und dabei in ständiger Bewegung bleiben. Hierbei schafft es Anderson wie kaum ein anderer Regisseur, die Levelstruktur eines Computerspiels auf den dramaturgischen Aufbau des Films zu übertragen. Alice muss im Film einzelne Levels absolvieren, um voranzukommen.

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Am deutlichsten wird dies im Hive. Diverse Monster und Fallen müssen überwunden werden, um letztlich dem Endgegner entgegentreten zu können. Dieser stellt sich verständlicherweise als harter Brocken heraus, und so dauert der Kampf auf die Gesamtlaufzeit des Films gesehen am längsten. Gerade im Hive werden viele Verbindungen zum ersten Teil der Reihe hergestellt, und so bleibt nur zu hoffen, dass der Kreis am Ende auch geschlossen wird.

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Alles in allem handelt es sich um einen gelungenen Abschluss der Reihe mit sehr vielen WTF-Momenten. Nicht alle Actionszenen sind gelungen, was sich gerade in der (beinahe zu) hohen Schnittfrequenz widerspiegelt. So scheint es manchmal, als wolle man technische und choreografische Mängel bis zur Unkenntlichkeit zerschneiden, sodass es sich als Zuschauer anbietet, an einigen Stellen im Film nicht zu blinzeln. Dies trübt zwar das Gesamtergebnis, der Fun-Factor bleibt aber durchweg erhalten. Fans der Filme sollten allemal auf ihre Kosten kommen. (Daniel Kotowksi)

 

Rasanter Adrenalinkick

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